Tochter von Marlene Dietrich scheitert mit Klage wegen Konzertfilm gegen Youtube

Die Tochter von Marlene Dietrich hat in einem jahrelangen Rechtsstreit mit Youtube vor dem Oberlandesgericht (OLG) München eine womöglich endgültige Niederlage erlitten. Nach einem am Donnerstag verkündeten Urteil hatte Dietrich keine Urheberrechte mehr an einem von ihr 1972 in London gegebenen und im Internet abrufbaren Konzert, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Deshalb sei die Klage ihrer Tochter Maria Riva abgewiesen worden.

Das Gericht habe auch keine Revision gegen das Urteil zugelassen. Als letztes Mittel bliebe der Erbin der Künstlerin damit nur noch eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen diese Entscheidung. Ob sie diese einreichen wird, war zunächst ist noch offen.

Marlene Dietrich war nach ihrem Durchbruch im Filmklassiker "Der blaue Engel" zu einem der wenigen deutschen Weltstars des 20. Jahrhunderts aufgestiegen. Die Schauspielerin und Sängerin starb am 6. Mai 1992 mit 90 Jahren in Paris.

In dem Rechtsstreit ging es um auf Youtube gezeigte Darbietungen von 27 Liedern bei einem Konzert Dietrichs im Jahr 1972 im New London Theater. In einem ersten Landgerichts-Urteil war Youtube 2012 lediglich zu einem Clip mit Dietrichs Klassiker "Lili Marleen" zur Unterlassung verurteilt worden. 2014 änderte das OLG dieses Urteil und erlaubte auch das Zeigen dieses Welthits. Der Bundesgerichtshof kassierte im vergangenen Jahr dieses Urteil in Teilen ein und verlangte eine Neuverhandlung.

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