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Indien bei Protestaktion "One Billion Rising" im Focus

14. Februar 2013
Proteste in Hyderabad
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Die Aktivistinnen des Projekts "One Billion Rising" (in etwa: Eine Milliarde erheben sich) haben Indien zum Schwerpunktland ihrer weltweiten Proteste gewählt. In Protestzügen, spontanen Happenings und bei Tanz- und Kunstaktionen machten die Teilnehmerinnen auf den Kampf gegen die Verachtung, Misshandlung und Vergewaltigung von Frauen aufmerksam

Die Aktivistinnen des Projekts "One Billion Rising" (in etwa: Eine Milliarde erheben sich) haben Indien zum Schwerpunktland ihrer weltweiten Proteste gewählt. In Protestzügen, spontanen Happenings und bei Tanz- und Kunstaktionen machten die Teilnehmerinnen auf den Kampf gegen die Verachtung, Misshandlung und Vergewaltigung von Frauen aufmerksam. Die Zahl eine Milliarde wurde in Anlehnung an eine UN-Studie gewählt, die davon ausgeht, dass weltweit eine Milliarde Frauen im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt werden.

Die US-Autorin Eve Ensler, die das Buch "Vagina-Monologe" verfasste, ist eine der Initiatorinnen der Aktion "One Billion Rising". Die Veranstaltung wurde auf den Valentinstag verlegt, an dem in vielen Ländern die romantische Liebe gefeiert wird. In Neu Delhi konnten die Organisatoren von "One Billion Rising" auf besonders hohen Zuspruch bauen, nachdem dort im Dezember eine 23-jährige Studentin Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde, an deren Folgen sie starb.

Zum Programm gehörte eine symbolische Beisetzung des Patriarchats und der Frauenverachtung in einer Trabantenstadt von Neu Delhi, Gurgaon. In Australien gab es Flash Mobs, in Singapur liefen Aktivistinnen mit schwarzen Ballons durch ein Kaufhaus, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Unterdessen offenbarte sich die Tochter des Sitar-Spielers Ravi Shankar als Opfer sexuellen Missbrauchs. Sie sei als Kind von einem Freund der Familie über Jahre "sexuell und emotional" missbraucht worden, sagte Anoushka Shankar in einer Videobotschaft auf dem Internetportal YouTube. Mit ihrem Bekenntnis will Shankar nach eigenen Angaben die weltweite Kampagne für Frauenrechte, "One Billion Rising" (in etwa: "Eine Milliarde erhebt sich"), unterstützen.

"Genug ist genug", sagte Shankar mit Blick auf die Gruppenvergewaltigung einer indischen Studentin im Dezember. Der Tod der jungen Frau hatte in Indien Entsetzen ausgelöst und eine öffentliche Debatte über die Rechte der Frauen entfacht.