Tod nach Hass und Morddrohungen: Gedenken an österreichische Ärztin Kellermayr

Mit Gedenkfeiern in Wien und anderen österreichischen Städten haben Hunderte der Ärztin Lisa-Maria Kellermayr die letzte Ehre erwiesen.

Die Allgemeinmedizinerin war am vergangenen Freitag tot in ihrer Praxis in Seewalchen am Attersee (rund 60 Kilometer von Salzburg entfernt) aufgefunden worden. Nach ihrem Tod wurden mehrere Abschiedsbriefe gefunden. Hinweise auf Fremdverschulden habe es nicht gegeben, so die Behörden.

Die 36-Jährige war monatelang Zielscheibe von Anfeindungen und Hass durch Corona-Leugner:innen und geworden, nachdem sie öffentlich den Umgang der österreichischen Regierung und der Gesundheitsbehörden mit Impf-Gegner:innen kritisiert hatte.

Von Behörden und Polizei fühlte sich Kellermayr im Stich gelassen - auf Kritik hätte es keine Reaktion gegeben, auf Kritik hätte man nicht reagiert.

Zuletzt hatte Kellermayr mitgeteilt, dass sie ihre Praxis schließen werde, weil die Kosten für die Schutzmaßnahmen zu hoch seien. Zudem könne sie ihren Mitarbeitenden "keine Perspektive bieten, ob und wann" es möglich sein werde, "unter "normalen Umständen" zu arbeiten.

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