Tod des iranischen Präsidenten: Hamas und Hisbollah bezeichnen Raisi als "Unterstützer des Widerstands"

Die radikalislamische Hamas und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon haben ihr Beileid zum Tod des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi bei einem Hubschrauberabsturz bekundet. Die Hamas pries Raisi als "Unterstützer des palästinensischen Widerstands". (ATTA KENARE)
Die radikalislamische Hamas und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon haben ihr Beileid zum Tod des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi bei einem Hubschrauberabsturz bekundet. Die Hamas pries Raisi als "Unterstützer des palästinensischen Widerstands". (ATTA KENARE)

Die radikalislamische Hamas und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon haben ihr Beileid zum Tod des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi bei einem Hubschrauberabsturz bekundet. In einer am Montag veröffentlichten Erklärung pries die Hamas Raisi als "Unterstützer des palästinensischen Widerstands". Die Hisbollah bezeichnete Raisi in einer Beileidsbekundung an die iranische Führung als "Beschützer" von gegen Israel gerichteten Gruppierungen in der Region.

"Wir teilen die Trauer und den Schmerz des iranischen Brudervolkes", hieß es in der Hamas-Erklärung weiter. Die militante Palästinenserorganisation pries zudem Raisis "unermüdlichen Einsatz für die Solidarität" mit den Palästinensern seit Beginn des Krieges im Gazastreifen nach dem Hamas-Großangriff auf Israel am 7. Oktober.

Die Hamas erklärte, sie schätze den iranischen Präsidenten und seinen bei dem Hubschrauberabsturz ebenfalls ums Leben gekommenen iranischen Außenminister Hossein Amir-Abdollahian zudem für deren "intensive politische und diplomatische Bemühungen für ein Ende der zionistischen Aggression gegen unser palästinensisches Volk".

Der Iran unterstützt die Hamas finanziell und militärisch. Deren Überfall auf Israel vom 7. Oktober begrüßte Teheran als "Erfolg", bestreitet aber jede direkte Beteiligung daran. Zuletzt hatte Raisi der Hamas am Sonntag seine Unterstützung zugesichert. "Palästina ist die wichtigste Frage der islamischen Welt", sagte er kurz vor dem Hubschrauberabsturz bei einem Besuch in der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan.

Seit dem Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen kommt es auch an Israels Nordgrenze fast täglich zu gegenseitigen Angriffen der mit der Palästinenserorganisation verbündeten und von Teheran unterstützten Hisbollah im Libanon und der israelischen Armee. Die Hisbollah nannte Raisi ihrerseits einen "starken Unterstützer" und einen "entschiedenen Verteidiger unserer Anliegen".

Raisi, sein Außenminister Hossein Amir-Abdollahian und weitere Passagiere waren bei einem Hubschrauberunglück im Nordwesten des Landes ums Leben gekommen. Rettungsteams hatten seit Sonntagnachmittag nach dem vermissten Hubschrauber gesucht und fanden den Helikopter am frühen Montagmorgen.

"Der hart arbeitende und unermüdliche Präsident des iranischen Volkes (...) hat sein Leben für die Nation aufgeopfert", erklärte die Regierung in Teheran am Montag. Zunächst hatten Staatsmedien am frühen Morgen über den Tod berichtet.

kü/kas