Todesfälle in Hamburger Klinik: Verzweifelte Eltern: „Frieda starb in unseren Armen“

Entsetzen, Schock, Mitgefühl: Nach der Totgeburt im Marienkrankenhaus vor vier Wochen haben sich zahlreiche Eltern bei der MOPO gemeldet, die die Zustände in der Klinik an der Alfredstraße kritisieren und ihre Erfahrungen dort schildern. Darunter auch das Ehepaar Franzen (Name geändert), dessen Kind bei der Geburt im Marienkrankenhaus ebenfalls starb.

Ein kleiner Altar steht im Wohnzimmer der Franzens aus Hohenfelde. Babysöckchen liegen dort. Blumen. Eine Kerze. Und ein gerahmtes Foto. Es zeigt Frieda. Die Tochter der Franzens, die nur wenige Stunden alt wurde. Sie starb im Februar 2018 auf der neonatologischen Station des Marienkrankenhauses in den Armen ihrer Eltern. Ein Ereignis, das Julia und Christian Franzen, die anonym bleiben wollen, bis heute nicht verwunden haben. Und das sie vielleicht auch niemals verwinden werden.

Ehepaar fühlte sich allein gelassen

Für die Franzens ist klar, weshalb es dazu gekommen ist: Genau wie die Familie Kasap, seien sie in einer kritischen Geburtssituation über längere Zeit alleine gelassen worden. Genau in dieser Zeit begann ihr Kind, sich aus dem Leben zu verabschieden, das noch gar nicht richtig begonnen hatte.

„Wir waren im Kreißsaal und warteten auf die uns zugeteilte Hebamme“, erinnert sich Christian Franzen. Es war die 35. Schwangerschaftswoche. Eigentlich noch zu früh für die Geburt. Doch Julia Franzen hatte drei Wochen zuvor nach einer normalen Schwangerschaft plötzlich einen Blasensprung erlitten und war mit dem Rettungswagen ins Marienkrankenhaus gebracht worden. Dort lag sie drei Wochen und bekam Wehenhemmer. Nun, mit Beginn der 35. Woche, hatte die Klinik dazu geraten, die Wehenhemmer abzusetzen und die Geburt einzuleiten. So geschah es.

Die Wehen hatten eingesetzt, Julia Franzen wurde in den Kreißsaal gebracht. Das CTG zeichnete die Herztöne des...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo