Tokios Bürgermeisterin Yuriko Koike im Amt bestätigt

In Japans Hauptstadt Tokio ist Bürgermeisterin Yuriko Koike ersten Zahlen zufolge klar wiedergewählt worden. Zentrales Thema im Wahlkampf waren Maßnahmen gegen die äußerst niedrige Geburtenrate in der Millionenmetropole. (STR)
In Japans Hauptstadt Tokio ist Bürgermeisterin Yuriko Koike ersten Zahlen zufolge klar wiedergewählt worden. Zentrales Thema im Wahlkampf waren Maßnahmen gegen die äußerst niedrige Geburtenrate in der Millionenmetropole. (STR)

In Japans Hauptstadt Tokio ist Bürgermeisterin Yuriko Koike ersten Zahlen zufolge mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt worden. Wie am Sonntag aus ersten Prognosen nach Schließung der Wahllokale hervorging, setzte sich die 71-Jährige Koike klar gegen ihre aussichtsreichste Gegenkandidatin Renho durch. Zentrales Thema im Wahlkampf waren Maßnahmen gegen die äußerst niedrige Geburtenrate in der japanischen Millionenmetropole.

Insgesamt hatten sich 56 Kandidaten um das höchste Amt in Tokio beworben. Dass mit Koike und Renho zwei Frauen die besten Chancen hatten, hat im politisch nach wie vor männerdominierten Japan Seltenheitswert. Sie sei "mit starker Unterstützung" der Tokioter wiedergewählt worden, sagte die frühere Umweltministerin Koike nach Bekanntwerden der ersten Zahlen vor ihren Unterstützern.

Die 2016 erstmals gewählte Bürgermeisterin musste in ihrer bisherigen Amtszeit unter anderem die Corona-Pandemie und die Austragung der wegen des Virus verschobenen Olympischen Spiele bewältigen.

Nach Einschätzung japanischer Medien könnte sich die Bürgermeisterwahl in der 14-Millionen-Stadt auch auf die nationale Politik auswirken: Wahlgewinnerin Koike wurde von der liberalen Regierungspartei LDP von Ministerpräsident Fumio Kishida unterstützt, ihre Konkurrentin Renho von der Opposition. Die Zustimmung zur LDP-Regierung ist Umfragen zufolge auf rund 20 Prozent eingebrochen, unter anderem wegen eines Parteispenden-Skandals im vergangenen Jahr. Noch in diesem Jahr muss sich Kishida der Wiederwahl als LDP-Chef stellen, 2025 stehen in Japan Parlamentswahlen an.

se/ck