Tom Sykes (BMW): "Geben auf den Geraden noch viel her"

Sebastian Fränzschky

Das Rennwochenende in Buriram (Thailand) hielt für BMW-Pilot Tom Sykes positive und negative Erlebnisse bereit. Erneut war der Brite auf eine Runde sehr konkurrenzfähig. In der Superpole zum Bericht sicherte sich Sykes einen Platz in der zweiten Startreihe. Lauf eins zum Bericht beendete er auf der neunten Position. Im Superpole-Rennen zum Bericht scheiterte er als Zehnter knapp an den Punkterängen. Das finale Rennen zum Bericht konnte der Routinier nicht beenden, da die Kupplung seiner BMW schlapp machte.

Nach dem Start schoss der Ex-Champion in Lauf eins von Position sechs in die Top 3. Doch auf den Geraden war Sykes leichte Beute. Im Laufe des Rennens wurde er durchgereicht. "Ich denke, dass jeder das Potenzial der BMW S1000RR gesehen hat. In den Kurven und den Anbremsphasen ist das Potenzial sehr groß. Nur leider fehlt es uns auf der Gerade noch an Speed, und dort haben wir Positionen eingebüßt", berichtet er.

"Mit der Performance in den Kurven, den Kurvengeschwindigkeiten und dem Lenkverhalten des Bikes war ich sehr zufrieden. Ich betone erneut: Ich bin am 18. Dezember zum ersten Mal mit diesem Motorrad gefahren und das Projekt steht noch ganz am Anfang", so Sykes. "Ich habe sehr viel Erfahrung, und aus dieser Perspektive sage ich, dass wir wirklich gute Arbeit leisten. Momentan sind wir hinsichtlich des Topspeeds noch eingeschränkt, aber im Bereich Fahrwerk, Aufhängung und Elektronik haben alle schon großartige Arbeit geleistet."

"Und ich finde das Handling des Bikes wirklich beeindruckend. Mit Blick auf das Layout dieser Strecke sind meine Rundenzeiten für mich vielversprechend, auch wenn man bedenkt, dass wir in den ersten beiden Sektoren noch Zeit verlieren. In den Duellen, die ich auf der Strecke hatte, war ich überrascht, wie stark wir in manchen Bereichen sind", freut sich der BMW-Pilot. "Also werden wir weiter hart arbeiten."

Kupplungsschaden in Lauf zwei

Nach Platz zehn im Superpole-Rennen folgte in Lauf zwei eine Enttäuschung. Nach drei Runden musste Sykes seine BMW mit defekter Kupplung an der Streckenbegrenzung abparken. "Nach ein paar Runden habe ich gemerkt, dass irgendetwas nicht in Ordnung war", schildert Sykes. "Es ist ein bisschen frustrierend, denn wir hatten eine Änderung am Bike vorgenommen. Es hat sich wirklich gut angefühlt. Positiv ist, dass ich wirklich davon überrascht war, hierher zu dieser Strecke zu kommen und trotz unseres Nachteils auf den Geraden in die Top 10 fahren zu können."

Auf den Geraden sind die BMW-Piloten leichte Beute

Auf den Geraden sind die BMW-Piloten leichte Beute BMW Motorrad

BMW Motorrad

"Diese Top-10-Platzierungen sind meiner Meinung nach richtig vielversprechend. Bei der Kurvenanfahrt und beim Einlenken sind wir mit dem Fahrerwerk und der Abstimmung der BMW S1000RR gegenüber unseren Konkurrenten wirklich im Vorteil", ist Sykes überzeugt. "Deshalb kann ich insgesamt viel Positives mit aus Thailand nach Hause nehmen. Das Negative ist natürlich, das haben wir schon in Phillip Island gesehen, dass wir auf den Geraden noch viel hergeben. Doch das wird hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft kein Problem mehr sein."

In der Fahrerwertung rutschte Sykes auf die zehnte Position ab. Bei den beiden ersten Rennwochenenden sammelte der Weltmeister der Saison 2013 insgesamt 19 Punkte. Teamkollege Markus Reiterberger liegt momentan mit 14 Punkten auf Position 13 der Fahrerwertung.

Mit Bildmaterial von BMW Motorrad.