Tonne gegen Container: Nach drei Jahren Einigung im Berliner Altglaskrieg in Sicht

Wohin mit den Flaschen? Ab in die Tonne im Hinterhof oder doch lieber in den Altglascontainer? Nun zeichnet sich ein Kompromiss ab.

Nach drei Jahren erbitterten Streits ist eine Einigung im Berliner Altglaskrieg in Sicht. Sowohl der Senat als auch das Duale System zeigten sich am Donnerstag vorsichtig optimistisch, bei der Frage der umstrittenen Sammlung von Altglas einen Kompromiss zu finden. "Wir bewegen uns auf einem guten Weg", sagte Umweltstaatssekretär Stefan Tidow am Donnerstag. "Wir können uns vorstellen, in allen Gebieten eine Optimierung der Altglassammlung herzustellen." Auch die privaten Altglassammler sehen einen Lösungsweg. "Die Gespräche sind weit gediehen", sagte der Berliner Repräsentant des privatwirtschaftlichen Dualen Systems, Bernd Schneider. "Es könnte einen tragfähigen Kompromiss geben."

Senat und Duales System streiten seit Jahren über die Sammlung von Altglas. In Berlin hat sich die Sammlung in haushaltsnahen Tonnen, zumeist im Hinterhof, etabliert. Das Duale System bevorzugt dagegen das Sammeln in Containern, die auf dem öffentlichen Straßenland aufgestellt sind. Vor drei Jahren eskalierte der Streit, weil das Duale System 8000 Hoftonnen in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Lichtenberg ohne Vorwarnung abschaffte und auf die Containersammlung verwies. Gleichzeitig kündigte das Duale System an, in anderen Bezirken entsprechend vorzugehen. Das lehnte der Senat mehrfach ab und forderte, beim "Berliner Modell" zu bleiben. Das wiederum lehnten die Altglassammler ab.

Der derzeit zwischen Land, Dualem System und der Berliner Stadtreinigung (BSR) verhandelte Kompromiss ...

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