Tonnenschwerer Protest gegen Schleppnetzfischerei in Meeresschutzgebieten

Der britische Ableger von Greenpeace hat vor der Küste Südwestenglands 18 große Felsbrocken im Ärmelkanal versenkt, um gegen die zerstörerischen Auswirkungen industrieller Fischerei zu protestieren. Das Gebiet ist ein Meeresschutzgebiet, trotzdem wird hier industrielle Fischerei mit Grundschleppnetzen von den britischen Behörden zugelassen.

Die Felsbrocken verhindern, dass hier mit Grundschleppnetzen gefischt werden kann. Die Netze können nicht mehr über den Meeresboden gezogen werden.

Greenpeace erklärte, die 4.600 Quadratkilometer großen South West Deeps seien "eines der am stärksten befischten so genannten Meeresschutzgebiete in Großbritannien" und zitiert Zahlen der Überwachungsorganisation Global Fishing Watch, wonach 110 Schiffe - mehr als die Hälfte davon aus Frankreich - in den 18 Monaten bis Juli 18.928 Stunden in dem Gebiet gefischt haben.

Eine jüngste Runde der UN-Gespräche zum Schutz des Meereslebens in internationalen Gewässern ist gerade ohne Einigung gescheitert, Greepeace kritisiert die Untätigkeit der Regierung in London.

Wenn die Regierung wollte, könnte sie einige Gebiete schützen, sie haben die Macht dazu.

Professionelle Fischfangflotten zerstören ganze Ökosysteme, und wenn ein Fischbestand zusammengebrochen ist, ziehen sie einfach weiter ins nächste Fanggebiet. Grundschleppnetzfischerei sei, als würde man mit einem Mähdrescher durch einen Nationalpark pflügen". Die großen Verlierer sind kleine Fischer, die Natur – und letztlich wir.