Toshibas Aktionäre segnen Verkauf von Speicherchip-Geschäft ab

Angesichts eines drohenden Verlusts in gigantischer Höhe will der japanische Elektronikkonzern sein Speicherchip-Geschäft verkaufen

Angesichts eines drohenden Verlusts in gigantischer Höhe will der japanische Elektronikkonzern Toshiba sein Speicherchip-Geschäft verkaufen. Die Aktionäre des Unternehmens stimmten diesem Schritt am Donnerstag zu. Sie kritisierten jedoch auch das Management scharf, nachdem die skandalgeplagte US-Atomtochter Westinghouse am Mittwoch Gläubigerschutz beantragt hatte. Konzernchef Satoshi Tsunakawa entschuldigte sich bei den Investoren.

Toshiba hatte zuvor mitgeteilt, dass sich der Verlust für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr aufgrund der Belastungen aus der Westinghouse-Pleite deutlich vergrößern könnte. Möglich ist demnach ein Minus von 1,01 Billionen Yen (8,43 Milliarden Euro). Bisher war das Unternehmen von einem Fehlbetrag in Höhe von bis zu 390 Milliarden Yen ausgegangen.

Der japanische Elektronikkonzern steckt seit Jahren in der Krise. Das Unternehmen leidet unter anderem weiterhin unter den Folgen eines Bilanzskandals, der im Sommer 2015 bekannt geworden war. Von 2008 und 2014 waren die Bilanzen um umgerechnet rund 1,13 Milliarden Euro geschönt worden. Inzwischen wurde ein großangelegter Konzernumbau eingeleitet; unter anderem trennte sich Toshiba von mehreren lukrativen Geschäftsbereichen.

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