"Tot oder lebendig": Erdogan-Minister empört mit Drohung an den Westen

Lennart Pfahler
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. 

“Egal wohin sie flüchten, wir sind hinter ihnen her. Sie werden flüchten, wir werden sie jagen.”

Solche markigen Worte des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen mutmaßliche Anhänger der Gülen-Bewegung sind nicht ganz neu. Seit dem gescheiterten Putschversuch im Sommer 2016 bedrängt die türkische Regierung Gülen-Unterstützer im In- und Ausland.

Nun geht der türkische Innenminister Süleyman Soylu sogar noch einen Schritt weiter. In einem TV-Interview drohte Soylu, die Türkei werde den Kopf der Bewegung, den im US-Exil lebenden Prediger Fethullah Gülen, zurück in die Türkei bringen – “tot oder lebendig”.

Es ist eine brisante Drohung, nicht nur, weil sie sich auch direkt gegen die nationale Souveränität des Nato-Partnerlandes USA richtet, das sich bislang weigert, Gülen auszuliefern.

Soylus Worte werfen auch ein Schlaglicht auf die skrupellose Auslands-Strategie der türkischen Regierung, die schon seit Jahren Kritiker und politische Gegner außerhalb der eigenen Landesgrenzen verfolgt.

Der Streitfall Fethullah Gülen:

Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch verantwortlich. Laut der Regierung habe der Kopf der islamischen Bewegung (in der Türkei auch “Fetö” genannt) angestrebt, einen...

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