Tote bei Anschlagsserie in Kabul

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Einsatzkräfte an einem der Anschlagsorte (Bild: AP Photo/Rahmat Gul)
Einsatzkräfte an einem der Anschlagsorte (Bild: AP Photo/Rahmat Gul)

In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei drei separaten Anschlägen mehrere Menschen getötet werden. Ein Polizeisprecher sprach am Mittwoch von zehn zivilen Todesopfern. Mindestens zwölf weitere seien verletzt worden.

Die ersten beiden Explosionen ereigneten sich am späten Dienstagabend (Ortszeit) in kurzer Abfolge im Westen der Stadt. Ziel des Angriffes waren Minibusse. Später gab es eine weitere Explosion, bei der das Stromnetz des Stadtviertel beschädigt wurde. Betroffen ist offenbar erneut die Minderheit der Hazara. Bei den meisten Opfern handelt es sich um einfache Arbeiter, wie "TOLO News" berichtet.

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Am Mittwoch gab es mindestens zwei Tote bei einem weiteren Anschlag in Dschalalabad.

Bisher bekannte sich niemand zu den Angriffen in Kabul. In der Vergangenheit haben die militant-islamistischen Taliban und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Anschläge in Kabul für sich reklamiert. Zuletzt waren Mitte Mai in Kabul bei mehreren Explosionen in der Nähe einer Schule mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen, der Großteil davon junge Hazara-Mädchen.

Das Leid der Hazara: Der verborgene Genozid im Afghanistan-Konflikt

Seit Beginn des offiziellen Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan Anfang Mai haben sich die Gefechte in dem Krisenland intensiviert. Die Taliban starteten in mehreren Provinzen Offensiven. Täglich werden Zivilisten Opfer des Konflikts. Zehntausende Menschen mussten UN-Angaben zufolge in den vergangenen Wochen aus ihren Dörfern und Städten vor den Kämpfen fliehen.

Das US-Militär teilte diese Woche mit, es schätze, man habe zwischen 30 und 44 Prozent des Abzugs abgeschlossen. Die letzten Soldaten der USA und anderer Nato-Länder sollen Afghanistan bis spätestens September verlassen haben. 

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