Mindestens 21 Tote bei Schießereien in Mexiko

Bei Schießereien zwischen mutmaßlichen Mitgliedern eines Drogenkartells und Sicherheitskräften im Norden des Landes sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Im Bundesstaat Coahuila wurden sieben mutmaßliche Kriminelle bei einer Verfolgungsjagd von der Polizei erschossen.

14 Menschen wurden bei heftigen Kämpfen in der Ortschaft Villa Unión nahe der Grenze zu den USA getötet.

Unter den Toten seien vier Polizisten und zehn mutmaßliche Angreifer, hieß es. Sechs Polizisten seien bei dem Vorfall verletzt worden.

Mindestens zwei weitere Menschen gelten als vermisst.

Vor genau einem Jahr hatte Mexikos linker Präsident Andrés Manuel López Obrador die Regierungsgeschäfte übernommen. Er versprach "Abrazos, no balazos" (Umarmungen, keine Schüsse) und wollte mit Sozialmaßnahmen und Präventionsprogrammen die Kriminalität eindämmen. Tatsächlich dreht sich die Gewaltspirale aber immer weiter, über Teile des Landes hat die Regierung mittlerweile die Kontrolle verloren.

Mexikos ehemaliger Präsident Felipe Calderon schreibt auf Twitter, die Politik der Umarmungen funktioniere nicht. Es müsse eine klare Linie zwischen Kriminellen und denen, die gegen die Kriminalität arbeiteten, geben: