Mindestens zwei Tote bei Schusswaffenangriff an Schule in Kalifornien

Trauer und Verzweiflung nach der Schießerei

Ein bewaffneter Jugendlicher hat am Donnerstag mutmaßlich das Feuer in einer Schule im US-Bundesstaat Kalifornien eröffnet und mindestens zwei Teenager getötet und mehrere weitere Menschen verletzt. Wie die Behörden mitteilten, erlagen eine 16-jährige Schülerin sowie ein 14-jähriger Schüler im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Schützen fest, der versucht haben soll, sich das Leben zu leben.

Nach dem Vorfall an der Saugus High School in der Stadt Santa Clarita nördlich von Los Angeles wurden nach Behördenangaben insgesamt sechs Menschen ins Krankenhaus eingeliefert, darunter der mutmaßliche Schütze. Er soll sich nach bisherigen Erkenntnissen in den Kopf geschossen und sich dabei schwere Verletzungen zugezogen haben. Medienberichten zufolge war sein Zustand "ernst". Sheriff Alex Villanueva sagte, der Verdächtige sei "in Gewahrsam" und werde in einem Krankenhaus behandelt.

Nach bisherigen Erkenntnissen eröffnete der Schütze - mutmaßlich ein 16-jähriger Schüler - am Donnerstagmorgen (Ortszeit) das Feuer auf dem Schulhof. Anschließend soll er laut Villanueva die Flucht ergriffen und später von Polizeibeamten unter den Verletzten mit Hilfe von Zeugenaussagen sowie Aufnahmen von Videoüberwachungskameras als der mutmaßliche Täter identifiziert worden sein.

Der Polizeisprecher Bob Boese sagte, das Schulgelände sei "systematisch" durchsucht worden - dabei hätten Beamte eine Waffe entdeckt. Auf Luftaufnahmen von NBC war zu sehen, wie Schüler von Polizisten aus dem Schulgebäude geführt und in eine nahegelegene Kirche gebracht wurden. Während des Einsatzes forderten die Einsatzkräfte die Einwohner der umliegenden Viertel auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Santa Clarita liegt etwa 60 Kilometer von Los Angeles entfernt.

Fast zeitgleich fand in Washington eine Senatssitzung zur Verschärfung des US-Waffengesetzes statt. Dem demokratischen Senator Richard Blumenthal wurde während der Debatte eine Notiz gereicht. "In genau diesem Moment gibt es eine Schießerei in Santa Clarita, in Kalifornien", sagte Blumenthal und appellierte angesichts des Vorfalls an die US-Regierung. "Wir sind mitschuldig, wenn wir nicht handeln. Es ist nicht nur eine politische Verantwortung - es ist ein moralischer Imperativ", sagte er.