Ein Todesopfer bei Schusswaffenangriff in Ost-Jerusalem

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Sicherheitskräfte tragen eine Bahre mit einem Toten (AFP/Menahem KAHANA)

Bei einem Schusswaffenangriff in der Altstadt von Jerusalem hat ein radikalislamischer Palästinenser einen Mann erschossen und drei weitere verletzt, bevor er von den Sicherheitskräften getötet wurde. Nach israelischen Behördenangaben nutzte der Angreifer eine in den Palästinensergebieten hergestellte Maschinenpistole und gehörte der radikalislamischen Hamas-Bewegung an.

Bei dem Angriff wurde ein zweiter Zivilist schwer verletzt, zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Nach dem Angriff verschärfte Ministerpräsident Naftali Bennett die Sicherheitsvorkehrungen und rief die Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit auf. Angesichts des Chanukka-Fests Ende November müsse mit weiteren Angriffen gerechnet werden.

Bei dem Angreifer habe es sich um einen 42-jährigen Bewohner des Ost-Jerusalemer Viertels Schuafat gehandelt, sagte der Minister für öffentliche Sicherheit, Omar Bar-Lev. Er habe dem politischen Arm der Hamas angehört, "nicht dem bewaffneten", und scheine den Angriff von langer Hand vorbereitet zu haben: "Seine Frau hat vor drei Tagen das Land verlassen, sein Sohn befindet sich ebenfalls im Ausland".

Die Hamas-Führung im Gazastreifen bestätigte die Mitgliedschaft des Angreifers in ihrer Bewegung, ohne sich direkt zu dem Angriff zu bekennen. Sie pries jedoch die "heldenhafte" Tat des 42-Jährigen. Israels Präsident Isaac Herzog forderte die internationale Gemeinschaft auf, die Hamas als "Terrororganisation" einzustufen. In Washington und Brüssel ist sie bereits als Terrororganisation gelistet.

Zuletzt hatte am Mittwoch in Jerusalem ein 16-jähriger Angreifer zwei israelische Grenzpolizisten mit einem Messer verletzt. Er wurde von den Sicherheitskräften erschossen.

Israel hatte den Ostteil Jerusalems im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt und 1980 annektiert. Inzwischen leben neben den 300.000 palästinensischen Einwohnern dort auch rund 200.000 Israelis. Der israelische Siedlungsbau in Ost-Jerusalem und dem Westjordanland ist völkerrechtlich illegal, wurde aber unter allen israelischen Regierungen seit 1967 fortgesetzt.

ans/gt

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