Toter Säugling: 184 Frauen und Mädchen beim DNA-Test in Lichtenberg

Die Polizei hofft auf eine Spur zur Mutter des toten Säuglings aus Lichtenberg. 1600 Personen sind zum Speicheltest vorgeladen.

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Fund eines toten Babys in Lichtenberg müssen sich seit Montag auf polizeiliche Vorladung Hunderte Frauen und Mädchen einer DNA-Reihenuntersuchung unterziehen. Am 8. März 2016 war der leblose Säugling, in Handtücher gewickelt und in einen blauen Müllsack gesteckt, an der Ruschestraße in einem Gebüsch entdeckt worden. Seither fahndet die 7. Mordkommission vergeblich nach der leiblichen Mutter. 184 Frauen und Mädchen haben am ersten Tag der Aufforderung Folge geleistet, teilte am Abend eine Polizeisprecherin der Berliner Morgenpost mit. Insgesamt müssen sich mehr als 1600 Betroffene bis zum Donnerstag dem Speicheltest unterziehen.

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich durch molekulargenetische Untersuchungen heraus, dass die Mutter aus dem südosteuropäischen Raum stammen muss und erst einige Jahre vor der Geburt des Säuglings in die Region Berlin gekommen sein dürfte. Ferner steht nach Mitteilung der Polizei fest, dass die Gesuchte in einem Haushalt gewohnt haben muss, in dem es eine dunkel getigerte Hauskatze gab. Vor diesem Hintergrund haben die Kriminalbeamten einen richterlichen Beschluss erwirkt, der sämtliche aus dem südosteuropäischen Raum stammenden Frauen und Mädchen im gebärfähigen Alter aus dem Bezirk Lichtenberg zur Teilnahme an der Reihenuntersuchung verpflichtet. Sie finden nahe dem damaligen Fundort der Babyleiche, in der Ruschestraße 104, statt. Dort befindet sich eine Notunterkunft des Roten Kreuzes.

Die Prozedur ist einfach: Den T...

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