Totes Meer aus Plastiktüten

Plastikskulptur in Kathmandu

Das Tote Meer gibt es jetzt aus Plastik: Aus 100.000 Plastiktüten haben junge Nepalesen in der Hauptstadt Kathmandu eine Skulptur in der Form des Toten Meeres gebaut. Sie wollen damit auf die massive Umweltverschmutzung in den Weltmeeren aufmerksam machen und zugleich einen Rekord aufstellen.

Freiwillige befestigten die in monatelanger Arbeit gesammelten und sortierten bunten Tüten an einem 20 Meter langen und fünf Meter hohen Metallgerüst in der länglichen Form des Toten Meers. Das Projekt solle die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass Plastikabfälle reduziert werden müssten, sagte Surgeon BC von der Stem Foundation Nepal, welche die Aktion organisiert hat. "Wir hoffen, dass wir dazu beitragen, dass die Meere sauber beiben und nicht zu weiteren toten Meeren werden."

Unter den 150 Teilnehmern war auch die 20-jährige Studentin Prakriti Pandey. "Ich habe gehört, dass Plastik im Magen eines toten Wals gefunden wurde, deshalb habe ich mitgemacht", sagte sie. Plastikmüll verschmutzt die Ozeane, und auch die bei seiner Zersetzung entstehenden winzigen Partikel gelangen in die Organismen von Lebewesen.

Der bisherige Rekord für eine Plastikskulptur wurde 2012 erreicht: Damals formten 200 Menschen in Singapur 68.000 Tüten zu einem Kraken. Die Nepalesen hoffen nun, mit Hilfe eines Videos ihrer Aktion einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde zu bekommen.