Tötung von Küken: Hinter diesem Plakat stecken grausame Fakten

Dieses Plakat sorgt für Aufsehen. (Bild: BVL)

Auf den ersten Blick wirkt dieses Plakat, das aktuell am Augsburger Bahnhof hängt, fast süß. Vor einem pinken Hintergrund sind niedliche Küken zu sehen. Doch ihnen droht der Tod. Hier ist also nicht nur eine Illustration zu sehen, sondern die harte Realität.

„Deutschland schreddert 6.000 km Küken – jedes Jahr!“, steht auf dem Plakat der Organisation „Bund für Vegane Lebensweise“. Tatsächlich werden hierzulande jedes Jahr bis zu 60 Millionen männliche Küken sofort nach ihrer Geburt getötet – denn für die Industrie sind sie wertlos, wie der Verein BVL auf seiner Website erklärt. Wenn all diese Küken aneinandergereiht würden, ergäbe dies eine Strecke von Deutschland bis zur Ostküste der USA – also ca. 6.000 Kilometer.

In Deutschland werden jährlich ca. 60 Millionen männliche Küken getötet. (Bild: AP Photo)

Grund für die grausame Praxis ist die Eierproduktion. Während Legehennen gezielt darauf ausgelegt werden, möglichst viele Eier zu legen, gibt es für männliche Küken aus der Eierindustrie keine Verwendung. Naturgemäß können sie im Gegensatz zu den Weibchen keine Eier legen – und genau das ist ihr Todesurteil. Im Gegensatz zu Masthähnchen ist es ihnen außerdem nicht möglich, durch schnelle Gewichtszunahme viel Fleisch anzusetzen, besonders im Brustbereich.

Bei vollem Bewusstsein werden die männlichen Küken wenige Stunden nach ihrer Geburt lebendig geschreddert oder vergast. Eine Verfahrensweise, die in Deutschland legal ist und zur Tagesordnung gehört. Angewendet wird diese Methode nicht nur in Produktionsstätten mit Bodenhaltung, sondern auch bei der Freiland- und Biohaltung, wie der „Bund für Vegane Lebensweise“ betont.

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