Toyota-Rückruf: US-Fahrer erhalten 1,1 Milliarden Dollar

Außergerichtliche Einigung nach Rückrufaktion

Mit einer milliardenschweren Entschädigung setzt Toyota einer Sammelklage nach seinen Massenrückrufen vor drei Jahren ein Ende. Der japanische Autohersteller schloss mit den Klägern eine außergerichtliche Einigung, die allerdings noch von einem kalifornischen Bundesrichter bestätigt werden muss. Toyota erklärte sich demnach bereit, 1,1 Milliarden Dollar (etwa 823 Millionen Euro) an Entschädigung zu zahlen.

Ende 2009 und Anfang 2010 hatte Toyota fast neun Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordert, unter anderem wegen Problemen mit Fußmatten. Die Matten wurden mit tödlichen Unfällen in Zusammenhang gebracht. Sie sollen sich mit dem Gaspedal verhakt und dadurch eine ungebremste Beschleunigung ausgelöst haben. Die Zahl der zurückgerufenen Fahrzeuge wegen des Fußmatten-Problems stieg in der Folgezeit auf mehr als zwölf Millionen.

Den US-Besitzern von betroffenen Modellen zahlt Toyota nun eine Entschädigung. Fahrzeughalter, die ihr Auto nach den Rückrufen - unter Wert - verkauft haben, sollen insgesamt 250 Millionen Dollar erhalten. Weitere 250 Millionen Dollar gehen demnach an Besitzer, in deren Wagen das Bremssystem nicht ausgewechselt werden konnte. Zudem bietet Toyota Gratis-Reparaturen für einige Komponenten. 30 Millionen Dollar gehen in die Sicherheitsforschung.

Die Rückrufaktionen hatten dem Ansehen von Toyota massiv geschadet. Seitdem arbeitet der Konzern hart daran, sein Image als Produzent sicherer Autos zurückzugewinnen. Parallel hat der Konzern mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise und des Tsunamis im Jahr 2011 sowie mit einem starken Yen zu kämpfen. Die Einigung mit den Sammelklägern erspart Toyota nun ein langwieriges Gerichtsverfahren mit verärgerten Kunden.

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