Transfers: Preetz ist Meister im An- und Verkauf

Genki Haraguchi unterschreibt, Michael Preetz wirkt zufrieden: Der Handel mit dem Japaner war für Hertha ein gutes Geschäft

Berlin.  Von Dieter Hoeneß ist überliefert, dass er nicht überzeugt war, was die Qualitäten seines Nachfolgers anging. Aus Michael Preetz, sagte einst der langjährige Manager von Hertha BSC, werde nie ein erfolgreicher Manager. So kühl diese Einschätzung damals daherkam, so kühl lässt sich heute sagen, dass Hoeneß falsch lag. Vermutlich würde er sein Urteil selbst revidieren, die bloßen Zahlen lassen ja nichts anderes zu.

Michael Preetz mischt die Branche auf. Knapp 17 Millionen Euro hat er in den Wochen seit Saisonende durch Spielerverkäufe eingenommen. Für 12,5 Millionen Euro ging Mitchell Weiser zu Bayer Leverkusen. Hannover 96 ist der am Dienstag offiziell bestätigte Wechsel von Genki Haraguchi dem Vernehmen nach über vier Millionen wert. Vor dem Hintergrund, dass beide zusammen nur 500.000 Euro gekostet haben, ist die Wertsteigerung enorm. Erst recht, da die Spieler kaum (Haraguchi) oder nur zeitweise (Weiser) überzeugten. Die bisher verpflichteten Zugänge Lukas Klünter, Pascal Köpke und Javairo Dilrosun kosten zusammen nur rund fünf Millionen Euro. Obwohl die Wechselperiode bis Ende August dauert, wäre es mehr als überraschend, wenn Herthas BSC diesen Sommer mit einem Transferminus abschließt. Preetz ist aktuell der angesagteste Händler Berlins.

Entwicklung des Marktes macht sich bezahlt

Vor zweieinhalb Jahren wurde er vom Fachmagazin „Kicker“ als bester Einkäufer der Bundesliga ausgezeichnet. Inzwischen beweist er, dass er das Verkaufen genauso gut beherrscht. Den sicherlich talen...

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