Trauer um "Gangsta's Paradise"-Rapper Coolio

Der US-Rapper Coolio ist im Alter von 59 Jahren verstorben. (Bild: Getty Images / Gabe Ginsberg for PGD Global)
Der US-Rapper Coolio ist im Alter von 59 Jahren verstorben. (Bild: Getty Images / Gabe Ginsberg for PGD Global)

Mit "Gangsta's Paradise" schuf Coolio einen Rap-Hit für die Ewigkeit. Nun ist der US-Künstler mit 59 Jahren verstorben. Viele Wegbegleiter zeigten sich bestürzt.

Die HipHop-Gemeinde und Fans in aller Welt trauern: Rapper Coolio ist tot, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf den Manager des Künstlers berichten. Der US-Amerikaner, der mit "Gangsta's Paradise" seinen größten Hit hatte, wurde 59 Jahre alt.

Laut Manager Jarez Posey habe Coolio einen Freund besucht. Vor Ort habe er eine Toilette aufgesucht, sei aber nicht wieder zurückgekehrt. Als sein Freund nach dem Rechten sah, habe er den Musiker auf dem Boden liegend entdeckt. Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod Coolios feststellen. Aktuell gilt ein Herzstillstand als wahrscheinlichste Todesursache, Genaueres wurde aber noch nicht mitgeteilt.

Coolio gewann 1995 den Grammy

1995 wurde Artis Leon Ivey Jr. - so lautete Coolios bürgerlicher Name - schlagartig zum Weltstar. Sein Track "Gangsta's Paradise" war nicht nur der Soundtrack des Films "Dangerous Minds", sondern gewann auch den Grammy für die beste Solo-Rap-Performance. Auf YouTube bringt es das Video des Welthits mittlerweile auf mehr als eine Milliarde Aufrufe. "Es ist einer dieser Songs, die Generationen überdauern", konstatierte Coolio kürzlich in einem Interview zu seinem "zeitlosen" Lied.

Abseits seiner Karriere hatte der US-Rapper mehrfach Probleme mit dem Gesetz. Unter anderem illegaler Waffen- und Drogenbesitz brachten ihn vor Gericht, auch in Deutschland. Hierzulande wurde 1998 seine Beihilfe zu Raub und Körperverletzung mit einer Strafe von sechs Monaten auf Bewährung belegt. Außerdem musste er eine Geldstrafe zahlen.

"30 Jahre später bekomme ich immer noch Gänsehaut"

Viele Wegbegleiter zeigten sich in den sozialen Medien geschockt vom überraschenden Tod des Rappers. Ice Cube kondolierte via Twitter: "Das sind traurige Neuigkeiten. Ich habe aus erster Hand miterlebt, wie sich dieser Mann an die Spitze der Branche hochgearbeitet hat. Ruhe in Frieden, Coolio." Auch Schauspielerin Michelle Pfeiffer, die im Musikvideo von "Gangsta's Paradise" zu sehen ist, trauerte bei Instagram: "Ich hatte das Glück, an seiner Seite zu spielen. [...] 30 Jahre später bekomme ich immer noch Gänsehaut, wenn ich den Song höre. Rest in Power, Artis Leon Ivey Jr."

Snoop Dogg erinnerte ebenfalls mit einem gemeinsamen Bild an Coolio. Schauspieler Martin Lawrence schrieb auf Twitter: "Mein tiefstes Beileid und meine Gebete gelten der Familie von Coolio." MC Hammer erinnerte sich in Twitter an "einen der nettesten Menschen, den ich kannte".