Trauer um Opfer von betrunkenem Unfallfahrer in Südtirol

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Blumen und Kerzen für die Opfer

Nach der Tötung von sechs Deutschen durch einen betrunkenen Autofahrer in Südtirol haben Einheimische und Touristen nahe der Unglücksstelle eine provisorische Gedenkstätte errichtet. In Gruppen und auch einzeln kamen am Montag immer wieder Menschen im norditalienischen Luttach vorbei, um der Opfer zu gedenken. Der Unfallfahrer wurde unterdessen Medienberichten zufolge nach Suizid-Äußerungen in die Psychiatrie eingewiesen.

An der provisorischen Trauerstätte brannten Kerzen, viele Menschen legten Blumen nieder oder hinterließen Botschaften. Auf ihnen hieß es unter anderem "Unser herzliches Beileid" und "Wir fühlen und beten mit Euch." Auch Angehörige und Freunde der Opfer kamen zu der Trauerstätte.

Der Unfallfahrer wurde Berichten zufolge in die Psychiatrie eingewiesen. Nachdem ihm die Auswirkungen seiner Trunkenheitsfahrt bewusst geworden seien, habe der junge Mann Suizid-Gedanken geäußert, berichtete der "Corriere della Sera" unter Berufung auf Akten der Staatsanwaltschaft.

Der 27-Jährige war in der Nacht zum Sonntag in Luttach in eine Reisegruppe gerast. Sechs Deutsche im Alter von 20 bis 25 Jahren wurden getötet, bei ihnen handelte es sich um drei Frauen und drei Männer. Weitere elf Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Bei dem Autofahrer wurde nach Polizeiangaben ein Alkoholwert von fast zwei Promille im Blut festgestellt. Dem 27-Jährigen drohen bis zu 18 Jahre Haft.

Nur einen Tag nach dem Drama in Südtirol wurden an der italienischen Adriaküste zwei Frauen von einem betrunkenen Autofahrer getötet. Die beiden Opfer im Alter von 34 und 40 Jahren seien am Montagfrüh bei Tagesanbruch in Senigallia aus einer Diskothek gekommen und am Straßenrand nach Hause gelaufen, berichteten italienische Medien. Ein Auto habe sie erfasst und getötet - auch hier fiel der Alkoholtest des Fahrers positiv aus.