Trauriges Baby-Äffchen: „Es schreit nach der Liebe seiner Mama“

Das Äffchen konnte gerettet werden, doch ein artgerechtes Leben bleibt ihm verwehrt. (Bild: Facebook / Wildlife Friends Foundation Thailand)

Ganz schön verloren sieht das Äffchen aus, wie es mit seinen großen Augen vor sich hinstarrt und seine kleinen Finger in einen Teddybären gräbt. Hinter dem rührenden Foto, das derzeit die Netzgemeinde umtreibt, steckt eine traurige Geschichte.

Der flauschige Bär in seinen Händen kann dem süßen Winzling nicht geben, was er eigentlich sucht: „Der kleine Mongkood ist immer noch verwirrt und durcheinander, weil seine Mutter nicht mehr da ist. Er schreit immer noch nach der Liebe und Zuwendung seiner Mama, hat Angst und weiß nicht, wie es mit ihm weitergehen wird“, heißt es auf der Facebook-Seite der Wildlife Friends Foundation Thailand.


Die Tierschützer schätzen das Alter des südlichen Schweinsaffen, der zu den gefährdeten Tierarten gehört, auf zwei Monate. Zum Zeitpunkt der Aufnahme befand sich Mongkood erst seit wenigen Tagen im Tierkrankenhaus der Stiftung, wo er nach seiner Rettung gelandet war: Jemand hatte den kleinen Kerl als Haustier gehalten. Dieselben Typen, die ihn zuvor gefangen hatten, werden seine Mutter und andere Mitglieder seiner Familie wohl getötet haben.

Die Tierschutzorganisation wird sich so gut wie möglich um das Äffchen kümmern. (Bild: Facebook / Wildlife Friends Foundation Thailand)

In Thailand werden tote Affen oft zu traditioneller „Medizin“ verarbeitet, gegessen oder einfach aus Spaß an der Jagdfreude getötet. Affen, die lebend gefangen werden, droht ein Leben als „Haustier“ oder Touristenattraktion in Zirkusshows.

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Andere Primaten, die dressiert werden, um für industrielle Betriebe Kokosnüsse von den Bäumen zu holen, werden für bis zu 1000 US-Dollar verkauft.

Ein Schicksal, dem Mongkood nun entkommen ist. Artgerecht leben kann er dennoch nicht. „Wir werden tun was wir können, um ihm den Übergang in sein Leben in Gefangenschaft so stressfrei wie möglich zu gestalten“, verspricht die Tierschutzorganisation aber und bekräftigt ihre Forderung: „Wildtiere sollen wild bleiben und keine Haustiere werden!!!“

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