Trauriges Schicksal: Wenn Papa Weihnachten im Knast sitzt – 100.000 Kinder betroffen

Die kleine Luisa kennt ihren Vater nur innerhalb grauer Betonwände mit Stacheldraht. Sie war gerade ein Jahr alt geworden, als er von zu Hause von der Polizei abgeführt wurde - wegen Drogenhandels, mit dem er seine Sucht finanziert hatte.

Dieses Beispiel erzählt Justina Dzienko vom Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern zu Beginn ihrer inzwischen regelmäßigen Vorträge über Kinder mit einem Elternteil - meist ist es der Vater - im Gefängnis. „Für sie ist es besonders schwer“, sagt Dzienko. „Sie verstehen oft nicht, was das für ein Ort ist, an dem der Papa gerade lebt, und warum er sie nicht besuchen kommt.“ Hinzu komme oft Ausgrenzung in der Schule und Geldknappheit in der Familie, weil ein Einkommen wegfällt.

Justizvollzug: Schicksal der Kinder spielt kaum eine Rolle

Das Schicksal dieser Kinder spielt im Justizvollzug bislang höchstens am Rande eine Rolle. „Wir haben da in Deutschland Nachholbedarf“, räumt Dzienko ein. Das beginne bei kleinen Dingen wie einem Wickeltisch - in einer JVA keine Selbstverständlichkeit - und reiche bis zu einer Veränderung bei den bisher sehr kurzen Besuchszeiten von mitunter nur zwei Stunden im Monat. Sie lägen zudem oft am Vormittag, wenn die Kinder in der Schule sind. Die Entfernungen zur Justizvollzugsanstalt...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo