Treffen von Mitgliedern der Anti-IS-Koalition in Washington

Mutmaßliche IS-Kämpfer im syrischen Gefängnis von Hasakeh

Vertreter der internationalen Koalition zum Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) treffen heute zu Gesprächen in Washington zusammen. Frankreich hatte das Treffen beantragt, nachdem US-Präsident Donald Trump Anfang Oktober den Abzug der US-Truppen aus Nordsyrien verkündet hatte. Daraufhin begann die türkische Armee ihre Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG, die von den USA zuvor lange im Kampf gegen den IS unterstützt worden war.

In der Folge entkamen zahlreiche IS-Kämpfer aus bis dahin von der Kurdenmiliz bewachten Gefangenenlagern, hunderttausende Kurden wurden aus Nordsyrien vertrieben. Der US-Abzug weckte daher die Sorge, dass die Dschihadistenmiliz wieder erstarken könnte. An dem Treffen der Anti-IS-Allianz nimmt von deutscher Seite der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen (SPD), teil. Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist dabei. Dieser trifft in Washington auch mit Trump zusammen. Dabei soll es um die Verteidigungsausgaben der Nato-Mitglieder gehen.