Trendbarometer von „RTL/ntv“ - Ampel-Parteien rutschen auf Allzeit-Tief - Bürger geben Regierung vernichtende Note

Bundesfinanzminister Christian Lindner, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundeskanzler Olaf Scholz beantworten vor der Presse in Berlin Fragen zu ihrer politischen Einigung zum Haushalt für 2025.<span class="copyright">Kay Nietfeld/dpa</span>
Bundesfinanzminister Christian Lindner, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundeskanzler Olaf Scholz beantworten vor der Presse in Berlin Fragen zu ihrer politischen Einigung zum Haushalt für 2025.Kay Nietfeld/dpa

Im aktuellen „RTL/ntv Trendbarometer“ verlieren die SPD, die Union und die FDP im Vergleich zur Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt, während die AfD, das BSW und die sonstigen Parteien jeweils einen Punkt hinzugewinnen.

Die Grünen bleiben bei 11 Prozent. Die Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP kämen damit derzeit bei einer Bundestagswahl zusammen nur noch auf 30 Prozent der Stimmen – das ist der niedrigste Wert, den „Forsa“ im „RTL/ntv Trendbarometer“ für die Ampel-Parteien bislang gemessen hat.

Die Ergebnisse im Überblick

- Union 30 Prozent (-1)

- SPD 14 Prozent (-1)

- FDP 5 Prozent (-1)

- Grüne 11 Prozent (+/- 0)

- AfD 17 Prozent (+1)

- BSW 8 Prozent (+1)

Rund 40 Prozent würden Ampel Schulnoten 5 und 6 geben

Auch bei der Frage, wie die Bundesbürger die Arbeit der Bundesregierung mit einer Schulnote von 1 bis 6 bewerten würden, stößt die Ampel auf Kritik. Derzeit würde keiner der Befragten die Schulnote 1 („sehr gut“) und lediglich 4 Prozent die Note 2 („gut“) vergeben. Ein Viertel (25%) der Bundesbürger bewertet die Arbeit der Bundesregierung aktuell mit einer Schulnote 3 („befriedigend“) und ein Drittel (32%) mit der Note 4 („ausreichend“).

Fast 40 Prozent vergeben für die Arbeit der Bundesregierung die Note 5 für „mangelhaft“ (20%) oder sogar die Note 6 für „ungenügend“ (18%).

Im Durchschnitt wird die Arbeit der Bundesregierung somit derzeit mit einer Schulnote 4,2 bewertet. Mit einem Mittelwert von 3,4 bzw. 3,5 stellen die Anhänger der SPD und der Grünen „ihrer“ Regierung ein etwas weniger schlechtes „Zeugnis“ aus als der Durchschnitt der Bundesbürger. Die Anhänger der FDP bewerten allerdings die Arbeit der Bundesregierung mit einer Durchschnittsnote von 4,3 deutlich schlechter als die Anhänger der anderen beiden Koalitionsparteien.

Kanzlerfrage: Scholz fällt weiter hinter Merz zurück

Wenn sie den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich bei der Alternative Scholz vs. Merz aktuell unverändert 28 Prozent für Friedrich Merz und 25 Prozent (- 2 Prozentpunkte) für Olaf Scholz entscheiden. Fast die Hälfte (47%) aller Wahlberechtigten würde sich weder für Merz noch für Scholz entscheiden. Ende Mai gaben das mit 36 Prozent noch deutlich weniger an.

*Die Daten zu den Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 2. bis 8. Juli 2024 erhoben. Datenbasis: 2.504 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

**Die Daten zur Benotung der Bundesregierung wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 5. bis 8. Juli 2024 erhoben. Datenbasis: 1.007 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.