Überschwemmungen und Stromausfälle durch Tropensturm "Henri" im Nordosten der USA

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Der Tropensturm "Henri" hat im Nordosten der USA Überschwemmungen und Stromausfälle ausgelöst. Mehr als 100.000 Einwohner in den Bundesstaaten Rhode Island, Connecticut und Massachusetts waren am Sonntag (Ortszeit) ohne Strom, nachdem der Sturm mit schweren Regenfällen und heftigem Wind auf Land getroffen war. Zuvor hatte sich "Henri" über dem Meer vom Hurrikan auf Tropensturmstärke abgeschwächt.

Rhode Islands Gouverneur Dan McKee meldete schwere Überschwemmungen in mehreren Regionen, Bäume wurden entwurzelt. Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst nicht. In Newark in New Jersey mussten Rettungskräfte 86 Menschen nach einer Sturzflut aus überschwemmten Autos in Sicherheit bringen. In Helmetta weiter südlich wateten Feuerwehrleute durch hüfthohes Wasser, um Menschen aus ihren von Überschwemmung bedrohten Häusern in Sicherheit zu bringen.

Hunderte Flüge von den Flughäfen in New York und Newark wurden wegen des Sturms gestrichen. Präsident Joe Biden wies die Katastrophenschutzbehörde Fema an, die Hilfsarbeiten in den vom Sturm betroffenen Gebieten zu koordinieren.

Am Nachmittag (Ortszeit) hob der Wetterdienst NWS seine Warnung vor Sturzfluten auf. "Wir sind der Kugel entgangen", sagte James Kiker aus Newport in Rhode Island. In seiner Nachbarschaft habe er nur "minimalen Schaden" gesehen, lediglich ein paar Äste seien abgebrochen.

"Ich bleibe weiter in Alarmbereitschaft, denn wir haben immer noch eine Menge Wind, Regen und Hochwasser vor uns, aber ich atme ein wenig befreiter", sagte die Hausmeisterin Amy Pedatella, die auf den Hamptons in Long Islands den ganzen Samstag über Wochenendhäuser gegen den Sturm gesichert hatte.

Millionen Menschen an der Nordostküste der USA waren aufgefordert worden, sich auf die Ankunft des Sturms vorzubereiten. Wegen des herannahenden Unwetters hatten die Behörden bereits am Samstagabend ein großes Konzert mit zahlreichen Stars im New Yorker Central Park abgebrochen. Nach Angaben des Wetterdienstes fielen in dem Park am Samstagabend innerhalb einer Stunde fast fünf Zentimeter Regen, so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.

"Henri" war erst am Samstag zum Hurrikan hochgestuft worden. Es wäre der erste Wirbelsturm in den Neuengland-Staaten seit 30 Jahren gewesen. 1991 hatte Hurrikan "Bob" dort 17 Menschen getötet. 2012 richtete Tropensturm "Sandy" in New York große Schäden an, 44 Menschen kamen ums Leben, in weiten Teilen Manhattans fiel der Strom aus.

Durch den Klimawandel steigende Temperaturen der Meeresoberfläche führen nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern zu stärkeren Wirbelstürmen, die mehr Wasser mit sich bringen und Küstenorte zunehmend bedrohen.

gt

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