Trotz Kritik: Russischer Zug bringt ersten 600 Fahrgäste auf die Krim

Feierlicher Empfang für den ersten russischen Zug auf der Krim - Ukraine leitet Strafverfahren wegen Grenzverletzung ein.

Auf der Krim ist der erste russische Personenzug feierlich empfangen worden. Die Ukrainischen Behörden hingegen haben ein Strafverfahren eingeleitet. Der Zug habe illegal die Staatsgrenze der Ukraine überquert.

Der Zug mit 600 Fahrgästen kam aus St. Petersburg. Es war der erste seit 2014 - seit Russland die Krim annektiert und die Ukraine den Zugverkehr eingestellt hat.

Ein Fahrgast: "Ich bin zum ersten Mal mit dem Zug hierher gekommen. Es ist unglaublich. Das Gefühl ist so toll. Mit dem Zug hierher zu reisen ist so wunderbar, es fühlt sich noch festlicher an als die Feierlichkeiten zu Neujahr."

Die EU hatte die Aufnahme des Bahnverkehrs auf der von Russland gebauten Krim-Brücke als weiteren Völkerrechtsverstoß verurteilt.

Ab sofort gibt es nun täglich eine Zugverbindung zwischen der russischen Hauptstadt Moskau und der Krim-Hauptstadt Simferopol.

Kremlchef Wladimir Putin hatte die Bahnverbindung auf der Kertschbrücke am Montag mit einer Jungfernfahrt eröffnet und weltweit Kritik auf sich gezogen .

Seit vergangenem Jahr ist die mit 19 Kilometern längste Brücke Europas und Russlands bereits für den Autoverkehr freigegeben.

Über die Krimbrücke sollen jährlich 14 Millionen Passagiere und 13 Millionen Tonnen Waren transportiert werden. Viele Bewohner der Krim erhoffen sich dadurch einen wirtschaftlichen Aufschwung.