Trotz Pleite: Boris Becker nimmt an Millionen-Pokerturnier teil

Der ehemalige deutsche Tennis-Profi soll hoch verschuldet sein. (Bild: Getty Images)

Obwohl er bei seinen Gläubigern im zweistelligen Millionenbereich in der Kreide stehen soll, ließ sich Boris Becker diese Woche zu einem Poker-Turnier in Tschechien einfliegen. Die Verlockung ist groß: Auf den Gewinner wartet eine Million Euro!

Boris Becker mag den großen Auftritt: Am Donnerstag landete er mit einem Hubschrauber im tschechischen Rozvadov. Wegen einer Operation am Sprunggelenk immer noch mit Fußschiene unterwegs, ließ sich der ehemalige Tennis-Profi von einem Kamerateam ins „King‘s Casino“ begleiten. Der Grund: Becker ist Teilnehmer bei den „Partypoker German Poker Championships.“

Boris Becker im März 2008 bei einem Poker-Turnier in Berlin. (Bild: AP Photo)

Viele Beobachter fragen sich nun: Mit welchem Geld zockt der Wahl-Londoner da eigentlich? Denn wie die “Bild” vor kurzem berichtete, hat die britische Insolvenzbehörde „Insolvency Service“ Beckers Schulden auf 22 Millionen Euro geschätzt.

Noch nicht in diese Summe eingerechnet sind die Forderungen seines ehemaligen Geschäftspartners Hans-Dieter Cleven in Höhe von 36,5 Millionen Euro. Beckers aktuelles Vermögen soll lediglich 330.000 Euro betragen. Und das, obwohl der 49-Jährige einst 180 Millionen Euro besessen haben soll.

Warum also setzt sich Boris Becker trotz dieses Finanz-Horrors an einen Pokertisch?

Wie die “Bild” berichtet, ist Becker Ende 2016 eine geschäftliche Partnerschaft mit dem Poker-Anbieter „PartyPoker“ eingegangen. Für das Unternehmen ist Becker seither als Markenbotschafter aktiv.

Das Startgeld von 2.000 Euro im „King‘s Casino“ muss Becker somit nicht selber aufbringen. Zudem kassiert er für seine Teilnahme ein Honorar, über dessen Höhe allerdings nichts bekannt ist. Dennoch kann man sich vermutlich an den Honoraren orientieren, die Becker in den Jahren 2007 bis 2013 verdiente, als er noch bei einem anderen Poker-Anbieter unter Vertrag stand. Damals soll er für seine Dienste eine Million Euro pro Jahr erhalten haben.

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