Trotz teilweise sinkender Pegelstände: Hochwasserlage bleibt angespannt

Trotz teilweise sinkender Pegel bleibt die Hochwasserlage vor allem in Bayern angespannt. In Passau wurden die Scheitel von Donau und Inn überschritten, blieben aber trotz sinkender Tendenz zunächst noch hoch. (Michaela STACHE)
Trotz teilweise sinkender Pegel bleibt die Hochwasserlage vor allem in Bayern angespannt. In Passau wurden die Scheitel von Donau und Inn überschritten, blieben aber trotz sinkender Tendenz zunächst noch hoch. (Michaela STACHE)

Trotz teilweise sinkender Pegel bleibt die Hochwasserlage vor allem in Bayern angespannt. In Passau wurden am Dienstagabend nach Angaben der Stadtverwaltung die Scheitel von Donau und Inn überschritten, blieben aber trotz sinkender Tendenz zunächst noch hoch. Große Teile der Innenstadt waren weiterhin überschwemmt. Die Stadt rechnete damit, dass ab Freitag die Aufräumarbeiten beginnen können.

Wie die Hochwasserzentrale des bayerischen Landesamts für Umwelt am Mittwoch mitteilte, blieb die Lage an der Donau angespannt. Zwischen Donauwörth und Passau lagen die Pegelstände demnach weiterhin über der Meldestufe vier, womit Überflutungen bebauter Gebiete auch in größerem Ausmaß möglich waren. Hochwasserscheitel seien teils sehr langgezogen, das Wasser laufe vielfach nur langsam ab. Auch an den Donauflüssen wie die Isar sanken die Pegelstände nach Angaben der Behörde allmählich.

Vor allem über Bayern und Baden-Württemberg waren in den vergangenen Tagen starke und andauernde Regenfälle niedergegangen, was vielerorts zu Überschwemmungen führte. Fünf Menschen starben bislang. Außerdem gibt es eine nicht eindeutige Zahl an Vermissten. Am Dienstag wurde eine 32-jährige Frau im schwäbischen Neu-Ulm gerettet, die mehr als zwei Tage in einer Baumkrone ausgeharrt hatte.

In Baden-Württemberg meldete die Hochwasserzentrale am Mittwochmorgen Entspannung und überwiegend fallende Wasserstände. Lediglich im Oberrhein am Pegel Speyer gab es noch leicht steigende Tendenzen.

bro/cfm