Trump und Biden telefonieren wegen Corona-Krise

Donald Trump (l.) und Joe Biden

US-Präsident Donald Trump und sein möglicher Wahlrivale Joe Biden haben ein Telefongespräch über die Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geführt. Es sei ein "wirklich wunderbares, warmes Gespräch" gewesen, sagte Trump am Montag während seines täglichen Briefings zur Corona-Krise im Weißen Haus.

Eine Sprecherin Bidens sprach von einem "guten" Gespräch. Die Politiker hätten sich über mögliche Maßnahmen im Kampf gegen die Krise ausgetauscht. Einzelheiten des Gesprächs wurden nicht bekannt.

Einige Tage vor dem Telefonat hatte der Präsident bekundet, er habe Biden schon immer für einen "netten Kerl" gehalten. Trump hatte sich in der Vergangenheit allerdings immer wieder über die Präsidentschaftsambitionen Bidens heftig mokiert. So verpasste er dem früheren Vizepräsidenten den Beinamen "Schläfriger Joe".

Vorwahlen stark beeinträchtigt

Biden ist bei den Demokraten klarer Favorit auf die Kandidatur gegen Trump bei der Wahl im November. Die Vorwahlen der Oppositionspartei zur Bestimmung des Präsidentschaftskandidaten werden durch die Coronavirus-Pandemie allerdings stark behindert.

In mehr als ein Dutzend Bundesstaaten wurden die Vorwahlen bereits nach hinten verschoben oder ganz auf Briefwahlen umgestellt, was mehr Zeit in Anspruch nimmt. Zudem mussten Biden und sein Rivale um die Kandidatur der Demokraten, Senator Bernie Sanders, alle Wahlkampfveranstaltungen absagen.

In den USA sind nach den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität inzwischen mehr als 10.700 Menschen an den Folgen der Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der verzeichneten Corona-Ansteckungsfälle im Land lag am Montag bei mehr als 365.000.