Trump empfängt Merkel im Weißen Haus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Freitag von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen worden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Freitag von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen worden. Die Zusammenkunft in Washington war das erste Treffen Merkels mit dem neuen US-Präsidenten. Merkel und Trump wollten die Zusammenkunft in erster Linie nutzen, um einander kennen zu lernen, nachdem es zuletzt Verstimmungen zwischen Berlin und der neuen US-Regierung gegeben hatte.

Ursprünglich hatte Merkel bereits zu Wochenbeginn nach Washington reisen wollen - wegen eines Wintereinbruchs an der US-Ostküste wurde der Besuch jedoch auf diesen Freitag verschoben. Trump begrüßte Merkel am Freitagvormittag (Ortszeit) beim Aussteigen aus dem Auto bei strahlendem Sonnenschein, im Garten des Weißen Hauses lag jedoch noch Schnee.

Trump schüttelte Merkel die Hand und legte ihr dabei leicht die linke Hand auf den Arm. Vor dem Treffen war über die Art der Begrüßung spekuliert worden, nachdem Trump beim Besuch der britischen Premierministerin Theresa May Händchen haltend mit seinem Gast zu sehen war.

Nach der Begrüßung vor den Türen des Weißen Hauses empfing der US-Präsident Merkel im Oval Office. Die beiden wollten dort zunächst über die transatlantische Partnerschaft und internationale Krisen sprechen. Im Anschluss soll die Wirtschaftspolitik im Mittelpunkt stehen, an einer Gesprächsrunde nehmen Vertreter von deutschen und US-Unternehmen teil.

Nachdem Trump die Kanzlerin in der Vergangenheit mehrfach scharf wegen ihrer Flüchtlingspolitik kritisiert hatte, wollte die Kanzlerin mit ihrem Besuch in der US-Hauptstadt eine Basis für die künftige Zusammenarbeit mit dem US-Präsidenten schaffen, bevor sie sich im Mai auf dem Nato-Gipfel in Brüssel und auf dem G7-Gipfel auf Sizilien sowie auf dem G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg treffen.

Angesichts protektionistischer Drohungen des US-Präsidenten wollte Merkel die Bedeutung des freien Handels für die Volkswirtschaften beider Länder betonen. Vor ihrem Abflug hatte sich Merkel noch demonstrativ gemeinsam mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping gegen wirtschaftlichen Protektionismus ausgesprochen.

Die US-Abschottungstendenzen werden auch in der Exportnation China mit Sorge betrachtet. Aus US-Regierungskreisen verlautete, Trump wolle sich bei Merkel nach ihren Erfahrungen im Umgang mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erkundigen.

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