Trump und Erdogan zu bilateralem Gespräch in Großbritannien zusammengekommen

Trump (l.) und Erdogan beim Nato-Gipfel

Am Rande des Nato-Gipfels in Großbritannien ist US-Präsident Donald Trump am Mittwoch auch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu einem bilateralen Gespräch zusammengekommen. Das Treffen sei "sehr produktiv" verlaufen, teilte ein Sprecher des türkischen Präsidialamts im Onlinedienst Twitter mit. Das Weiße Haus bestätigte das Treffen, das zuvor nicht angekündigt worden war.

Die USA und die Türkei stehen bei den europäischen Nato-Verbündeten derzeit massiv in der Kritik. Grund ist deren Politik in Nordsyrien: Trump hatte ohne Abstimmung mit den Alliierten den Abzug der US-Truppen aus dem Gebiet veranlasst, woraufhin die türkische Armee zusammen mit verbündeten, teils islamistischen Milizen in das Kurdengebiet einmarschieren konnten.

Zuvor galten die kurdischen Milizen in Nordsyrien als enge Verbündete des Westens im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte das unabgestimmte Vorgehen der beiden Länder zum Anlass genommen, um der Nato den "Hirntod" zu bescheinigen.