Trump fordert von Deutschland erneut mehr Geld für Verteidigung

donald trump

Kurz nach seinem ersten Treffen mit Kanzlerin

Angela Merkel

hat US-Präsident

Donald Trump

seine Forderung nach mehr Geld für die Verteidigung erneuert.

Deutschland schulde der Nato und den USA „riesige Summen“, erklärte Trump am Samstag auf Twitter. Sein Land gewähre Deutschland eine mächtige und teure Verteidigung. Diese müsse bezahlt werden. Das müsse gesagt werden, auch wenn er, anders als es Falschnachrichten verbreiteten, ein „großartiges Treffen“ mit Merkel gehabt habe.

Der Republikaner fordert schon länger Nato-Partner auf, wie eigentlich vereinbart mehr für die Rüstung auszugeben. Merkel hatte am Freitag in Washington dazu bekannt, die deutschen Verteidigungsausgaben bis 2024 auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen.

Bei den Grünen stieß die Ankündigung Merkels auf Kritik. Dass Trump die US-Militärausgaben zulasten internationaler Zusammenarbeit und sozialer Gerechtigkeit erhöhe, sei ein alarmierendes Signal, sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke-Gruppe. „Umso unverständlicher ist es, dass die Kanzlerin Donald Trump jetzt auch militärische Aufrüstung in Deutschland zugesagt hat.“

Die USA unterhalten auch knapp drei Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Krieges weiter viele Stützpunkte in Deutschland, etwa die Fliegerhorste Ramstein und Spangdahlem in Rheinland-Pfalz oder das Europa-Hauptquartier des US-Heeres in Wiesbaden. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums waren Ende 2016 allein 35.000 US-Soldaten in der Bundesrepublik stationiert. Dazu kommen noch Zivilangestellte.

Reuters

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