Trump lobt al-Sisi für "fantastischen Job"

US-Präsident Trump und der ägyptische Staatschef al-Sisi

US-Präsident Donald Trump hat den wegen der Menschenrechtslage in seinem Land heftig umstrittenen ägyptischen Staatschef Abdel Fattah al-Sisi für einen "fantastischen Job in einer sehr schwierigen Lage" gelobt. Trump sicherte al-Sisi am Montag bei einem Treffen im Weißen Haus in Washington den "sehr starken Rückhalt" der USA zu.

Al-Sisi wiederum hob hervor, dass sein Land im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus auf der Seite der Vereinigten Staaten stehe. Er werde Trump in einer "effektiven Anti-Terrorismus-Strategie" beistehen, sagte er.

Al-Sisi war 2013 durch einen Militärputsch gegen seinen demokratisch gewählten Vorgänger Mohammed Mursi an die Macht gekommen. Proteste ließ er gewaltsam niederschlagen.

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte al-Sisi deswegen sehr reserviert behandelt: Eine Einladung nach Washington gab es für ihn nicht, die US-Militärhilfe für Ägypten von jährlich 1,3 Milliarden Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) wurde zeitweise ausgesetzt.

Trump machte hingegen schon in der Vergangenheit keinen Hehl aus seiner Bewunderung für al-Sisi. Im Vorfeld des Treffens am Montag hieß es dann von der US-Regierung, Menschenrechtsfragen sollten dabei in "eher privater, diskreter Weise" angesprochen werden.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisierte, ein Treffen mit al-Sisi "während Tausende von Ägyptern in den Gefängnissen dahinvegetieren und die Folter wieder an der Tagesordnung ist" sei eine "seltsame Art, um eine stabile strategische Beziehung aufzubauen".

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