Trumps merkwürdige Theorie zu chinesischen Hurrikans

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Trump schien fast wie besessen von Hurrikans. Nun verraten ehemalige Mitarbeiter, nach welchen verrückten Theorien sie der Ex-Präsident ausfragte.

Donald Trump nahm es auch bei Hurrikans nicht allzu genau mit den Fakten.
Donald Trump nahm es auch bei Hurrikans nicht allzu genau mit den Fakten. (Bild: REUTERS/Jonathan Ernst)

Donald Trump und Hurrikane, das ist eine ganz eigene Geschichte. Es gehörte zu den skurrilsten Ereignissen seiner Präsidentschaft, als er 2019 vor versammelter Presse einen offensichtlich mit einem Filzstift veränderten Verlauf von Hurrikan Dorian in Alabama in die Kameras hielt. Nur, um nicht zugeben zu müssen, dass seine vorzeitig heraus posaunten Angaben nicht korrekt gewesen waren. Die Posse bekam mit "Sharpie-Gate" sogar einen eigenen Namen verliehen.

Dabei hatte er selbst alle möglichen fantastischen Vorschläge, wie man gegen die Unwetter vorgehen könnte, die regelmäßig große Landstrecken in den USA verwüsten. Zum Beispiel könne man die Sturmtiefs mit Nuklearwaffen attackieren, schlug Trump vor. "Wir schmeißen einfach eine Bombe ins Auge des Sturms und das zerstört ihn, warum können wir das nicht machen?" soll Trump seine Berater damals gefragt haben. Er selbst behauptete später, so etwas nie gesagt zu haben.

Dieses "Hurrikan Gewehr"-Ding

Wie neue Enthüllungen nun zeigen, schienen ihn aber noch andere Sorgen bezüglich Hurrikans umzutreiben. Schon in seinem ersten Jahr im Weißen Haus soll er die nationalen Sicherheitsberater gefragt haben, ob China über geheime Technologien verfüge, mit denen es Hurrikans erschaffen und diese dann in Richtung der USA schicken könnte. Das Rolling Stone Magazin berichtete von dieser Trump'schen Theorie und zitierte dabei zwei ungenannte ehemalige hochgestellte Regierungsmitarbeiter. Trump soll mehrfach nachgefragt haben, ob es sich dabei um einen Kriegsakt handele und wie die USA gegebenenfalls militärisch reagieren könne.

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Eine der beiden Quellen sagte dem Rolling Stone: "Es war fast zu dumm, um es in Worte zu fassen." Er habe aber nicht das Gefühl gehabt, "dass Trump in irgendeiner Weise gescherzt hat," so der ehemalige Mitarbeiter des Weißen Hauses. Intern habe man sich über dieses "Hurrikan Gewehr"-Ding des Präsidenten lustig gemacht.

Trumps Angst vor Chinas Allmacht

Tatsächlich hat die chinesische Regierung bereits versucht, Einfluss auf das Wetter zu nehmen. Allerdings in einem deutlich kleineren Maßstab. So sollte durch den Beschuss von Wolken mit Silberjodid das Wetter für die Eröffnung der Olympischen Spiele verbessert werden oder für mehr Regen in Agrarregionen gesorgt werden. Einen Hurrikan zu erschaffen, geschweige denn ihn gezielt in eine bestimmte Richtung zu schicken, ist technologisch nicht möglich, wie Wissenschaftler*innen bestätigen. Trump traute den Chinesen allerdings offensichtlich alles zu. So warf er ihnen unter anderem vor, den Klimawandel erst kreiert zu haben, um der US-Wirtschaft zu schaden. Dabei leugnete der ehemalige US-Präsident an anderer Stelle wiederholt, dass der Klimawandel überhaupt existiert.

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