Wie Trump und Netflix vom Autorenstreik in den USA profitieren

Lisa Richwine und Jill Serjeant
netflix

Showdown in Hollywood: Wenn sich die US-Drehbuchautoren bis Montagnacht nicht mit den Fernsehsendern auf neue Verträge einigen, droht ein Streik, der Experten zufolge die gesamte amerikanische TV- und Filmlandlandschaft verändern könnte.

Ohne die Arbeit der etwa 9.000 Mitglieder der Gewerkschaft Writers Guild of America (WGA) würde den Sendern nach und nach das Material ausgehen. Nutznießer dürften Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon sein, die ihren Nutzern große Online-Bibliotheken bieten können: Statt auf nagelneue Serien könnten sie dort auf Unmengen an Konserven zurückgreifen. Auch Präsident

Donald Trump

könnte sich freuen: Satire-Sendungen wie „The Late Show“ von CBS und „Saturday Night Live“ sind zwingend auf aktuelle Witze über politische Ereignisse angewiesen.

Die Motive der Protagonisten im Autorenstreit haben ihre Wurzeln im Umbruch des Fernsehens. Drehbuchautoren werden in den USA nach Folgen bezahlt, von denen es früher in der Regel etwa 22 pro Staffel gab. Inzwischen sind die Staffeln kürzer geworden — so hatte Season 6 von "Game of Thrones" nur zehn Episoden, andere Serien kommen sogar mit acht aus.

Für den durchschnittlichen TV-Drehbuchautor sei der Verdienst im Zeitraum von 2015 bis 2016 gegenüber 2013 bis 2014 um fast ein Viertel gesunken, macht die WGA geltend. Es sei unlogisch, dass Autoren beim Fernsehen in einer Zeit der beispiellosen Nachfrage weniger verdienten. Parallel dazu würden immer weniger Kinofilme gedreht: 114 im Jahr 2013 nach 204 sieben Jahre zuvor.

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