Trump schlägt direktes Treffen zwischen Xi und Hongkonger Demonstranten vor

US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut mit einem Ratschlag in die Hongkong-Krise einschaltet. Trump rief den chinesischen Staatschef Xi Jingping am Donnerstag über den Kurzbotschaftendienst Twitter zu einem Treffen mit den regierungskritischen Demonstranten auf. "Wenn sich Präsident Xi direkt und persönlich mit den Demonstranten treffen würde, gäbe es ein glückliches und leuchtendes Ende des Hongkong-Problems. Ich habe keinen Zweifel."

Zuvor hatte Trump angesichts der Eskalation in der chinesischen Sonderverwaltungszone ein persönliches Treffen zwischen ihm und Xi vorgeschlagen. Er kenne den chinesischen Staatschef "sehr gut", twitterte Trump. Xi sei ein "guter Mann in einem 'harten Geschäft'". Er habe keinen Zweifel daran, das Xi "das Hongkong-Problem schnell und human lösen" könne, wenn er das wolle. "Persönliches Treffen?", fügte Trump an den chinesischen Staatschef gerichtet hinzu.

In Hongkong gehen seit zehn Wochen Demonstranten gegen die Peking-treue Regierung auf die Straße. Dabei kam es in den vergangenen Tagen zunehmend zu gewaltsamen Zusammenstößen. Am Montag und Dienstag legten Demonstranten den Hongkonger Flughafen lahm, der ein wichtiges Drehkreuz für Flüge nach Asien ist. Peking verschärfte daraufhin noch einmal den Ton und brachte die Proteste mit "Terrorismus" in Verbindung. Zudem verstärkte Peking seine militärischen Drohungen.