Trump verteidigt wegen Belästigungsvorwürfen angeschlagenen TV-Moderator

US-Präsident Donald Trump hat den wegen Belästigungsvorwürfen unter Beschuss geratenen Fernsehmoderator Bill O'Reilly verteidigt. Der bei dem konservativen und Trump-nahen Sender Fox News arbeitende Moderator sei "ein guter Mensch"

US-Präsident Donald Trump hat den wegen Vorwürfen sexueller Belästigung unter Beschuss geratenen Fernsehmoderator Bill O'Reilly verteidigt. Der bei dem konservativen und Trump-nahen Sender Fox News arbeitende Moderator sei "ein guter Mensch", sagte Trump der "New York Times" vom Mittwoch. "Ich glaube nicht, dass Bill irgendetwas falsch gemacht hat", fügte er hinzu.

"Er ist ein Mensch, den ich gut kenne - er ist ein guter Mensch", sagte Trump. Allerdings hätte er an Stelle O'Reillys keiner außergerichtlichen Einigung mit den betroffenen Frauen zugestimmt.

Trump hatte während der Präsidentschaftskampagne auch schon den damaligen Fox-News-Chef Roger Ailes verteidigt, dem ebenfalls sexuelle Belästigung vorgeworfen wurde. Der 76-jährige Ailes musste im Juli wegen des Skandals zurücktreten.

Trump selbst sorgte im Wahlkampf unter anderem mit sexistischen Beleidigungen für Empörung. Er nutzt Fox News vielfach, um seine Sicht der Dinge an die Öffentlichkeit zu bringen.

Die "New York Times" hatte am Samstag berichtet, O'Reilly und Fox News hätten insgesamt 13 Millionen Dollar (12,2 Millionen Euro) als Schweigegeld an fünf Frauen gezahlt, die dem Moderator Belästigung vorgeworfen hätten. Im Gegenzug mussten sich die Frauen demnach verpflichten, die Vorwürfe nicht öffentlich zu machen und keine Klagen einzureichen.

Der Moderator reagierte mit einem knappen schriftlichen Statement, in dem er die Vorwürfe nicht ausdrücklich bestritt. Wegen seiner Prominenz ziehe er "Klagen von Personen an, die von mir Geld wollen, um negative Berichterstattung zu vermeiden", erklärte O'Reilly. Seine Sendung "The O'Reilly Factor" verlor wegen der Vorwürfe bereits einige ihrer wichtigsten Werbekunden.

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