Rekordzahl von 865 Corona-Toten innerhalb eines Tages in den USA

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US-Präsident Donald Trump beim jüngsten Briefing zur Corona-Krise
US-Präsident Donald Trump beim jüngsten Briefing zur Corona-Krise

In den USA ist die Rekordzahl von 865 Todesopfern der Coronavirus-Pandemie innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in den Vereinigten Staaten stieg damit bis Dienstag auf 3873, wie aus den Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Die US-Regierung rechnet laut einer jüngsten Schätzung inzwischen damit, dass bis zu 240.000 Menschen im Land an dem neuartigen Erreger sterben könnten.

Die Koordinatorin der US-Regierung für den Anti-Corona-Kampf, Deborah Birx, zeigte am Dienstag im Weißen Haus und in Anwesenheit von Präsident Donald Trump eine Grafik, wonach die Zahl der Corona-Todesopfer in den USA letztlich zwischen 100.000 und 240.000 liegen könnte. Noch zwei Tage zuvor hatte der Seuchenexperte und Trump-Berater Anthony Fauci ein Szenario vorgestellt, in dem von bis zu 200.000 Toten ausgegangen worden war.

Trump warnte die US-Bevölkerung nun, dass sich die Corona-Krise in den nächsten zwei Wochen weiter verschlimmern werde. Dem Land stünden "sehr, sehr schmerzhafte zwei Wochen" bevor. Der Präsident appellierte an alle Bürger, "auf die harten Tage vorbereitet zu sein". Trump betonte nun auch, die von dem Coronavirus ausgehende Gefahr sei schlimmer als bei einer "Grippe". Der neuartige Erreger sei "heimtückisch".

Trump war in den ersten Wochen der Krise vorgeworfen worden, das Ausmaß der Bedrohung zu verharmlosen. Er hatte die von dem Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 wiederholt selbst mit einer Grippe verglichen. Noch vor Kurzem äußerte der Präsident auch die Erwartung, dass zu Ostern wieder Kirchenbesuche möglich sein würden. Inzwischen hat der Präsident seine Haltung revidiert und wendet sich immer wieder mit Warnungen und Durchhalteparolen an die Bevölkerung.

In der weltweisten Länderliste der Corona-Toten sind die USA inzwischen auf den dritten Platz vor China gerückt, von wo die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte. Die USA liegen in der Toten-Statistik aber weiter deutlich hinter Italien und Spanien. Doch sind die Vereinigten Staaten das Land mit den weltweit mit Abstand höchsten Corona-Infektionszahlen. Die Johns-Hopkins-Universität zählte bis Dienstag mehr als 188.000 Ansteckungsfälle in den USA.