Trumps Schwiegersohn wird vor Ausschuss zu Russland-Affäre aussagen

Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner berät den Präsidenten

Im Zuge der Untersuchungen im US-Kongress zu den Russland-Kontakten des Teams von Donald Trump wird auch der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, befragt werden. Kushner habe freiwillig zugesagt, vor dem Geheimdienstausschuss des Senats auszusagen, teilte am Montag das Weiße Haus mit. Einen Termin für seine Anhörung gibt es demnach aber noch nicht.

Der Ehemann von Ivanka Trump ist als Präsidentenberater unter anderem für außenpolitische Dossiers tätig. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses verwies darauf, dass Kushner während des Wahlkampfs sowie in der Übergangzeit zwischen der Wahl im November und dem Antritt der neuen Regierung im Januar der primäre Verbindungsmann zwischen dem Trump-Team und ausländischen Regierungen war.

Laut US-Medienberichten soll Kushner im Dezember im New Yorker Trump Tower mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak zusammengetroffen sein. Bei dem Treffen war nach diesen Informationen auch der spätere Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn dabei.

Flynn musste Anfang Februar nach nur kurzer Amtszeit zurücktreten, weil er falsche Angaben über Telefonate mit Kisljak gemacht hatte. Durch Mitschnitte der Bundespolizei FBI war herausgekommen, dass Flynn vor Antritt der neuen Regierung mit dem Botschafter über die von Trumps Vorgänger Barack Obama verhängten Russland-Sanktionen gesprochen hatte.

Die Kontakte des Trump-Teams vor Amtsantritt zum russischen Botschafter sind an sich nicht anrüchig. Doch besteht der Verdacht, dass Trump-Mitarbeiter illegale Absprachen mit Moskau getroffen haben könnten. Die US-Geheimdienste beschuldigen Russland, hinter den Hackerangriffen auf das Wahlkampfteam der Trump-Rivalin Hillary Clinton sowie deren Demokratischer Partei zu stecken. Durch diese Cyberattacken waren für Clinton peinliche Interna ans Licht gekommen.

Dem Verdacht illegaler Absprachen zwischen Trump-Mitarbeitern und Moskau gehen die Geheimdienstausschüsse von Repräsentantenhaus und Senat nach. Auch das FBI ermittelt deswegen, wie Behördenchef James Comey in der vergangenen Woche bestätigt hatte.

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