Trumps Schwiegersohn Kushner führt Gespräche in Iraks autonomer Kurdenregion

Kushner (3. v. l.) in Bagdad

Nach seinem Besuch in der Hauptstadt Bagdad hat der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, auch die autonome Kurdenregion im Irak besucht. Kushner führte gemeinsam mit US-Generalstabschef Joe Dunford sowie dem Sicherheitsberater im Weißen Haus, Tom Bossert, in Erbil Gespräche mit Behördenvertretern, darunter der Präsident der autonomen Kurdenregion, Massud Barsani, Regierungschef Neschirwan Barsani und der Vorsitzende des regionalen Sicherheitsrats, Masrur Barsani.

Masrur Barsani bezeichnete die Gespräche im Kurzbotschaftendienst Twitter als "produktiv". Themen seien der Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und "Pläne für die Zeit danach" gewesen. Masrur Barsani ist der Sohn von Kurdenführer Massud Barsani, der Regierungschef Neschirwan Barsani ist der Neffe des Präsidenten.

Kushner hat wie sein Schwiegervater keine Regierungserfahrung, wurde mit dem Amtsantritt Trumps jedoch binnen kurzer Zeit zu einem der einflussreichsten Männer in Washington. Vom Präsidenten wegen seiner Diskretion und Loyalität geschätzt, hat der 36-jährige Ehemann von Ivanka Trump als Berater einen großen Einfluss auf die Innen- und Außenpolitik der USA.

Die USA führen eine internationale Anti-IS-Koalition an, die Luftangriffe zur Unterstützung der irakischen Truppen am Boden fliegt. Mitte Februar starteten die Verbündeten eine Offensive, um die IS-Miliz vollständig aus Mossul zu vertreiben. An der Offensive sind auch kurdische Kämpfer beteiligt, sie kämpfen aber nicht in Mossul selbst.

Der IS hatte die zweitgrößte irakische Stadt im Sommer 2014 unter seine Kontrolle gebracht. Mossul ist die letzte Hochburg der Dschihadisten im Irak. Nach einem endgültigen Sieg über den IS könnte es Streit zwischen Bagdad und der Kurdenregion geben. Beide beanspruchen Gebiete für sich, aus denen die Dschihadisten vertrieben wurden.

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