Tschechien hat gerade eine Entscheidung getroffen, die Europas Märkte in Schwierigkeiten bringen könnte

Felix Rentzsch
Prague

Die Tschechische Republik wollte eigentlich schon längst Mitglied der Euro-Zone sein. Ursprünglich war geplant, dass Prag die Gemeinschaftswährung zum Jahreswechsel 2009/2010 einführt — doch daraus wurde bekanntermaßen nichts, was vor allem an den politischen Mehrheiten lag und liegt. Der Termin wurde immer weiter nach hinten verschoben. Derzeit rechnet man mit der Euro-Einführung frühestens im Jahr 2020.

Am Donnerstag haben die Tschechen einen Schritt unternommen, der das Land auf den ersten Blick von der Gemeinschaftswährung entfremdet, doch Experten glauben, dass gerade dadurch die Chancen für einen tschechischen Euro gewachsen sind: Am Donnerstag löste die tschechische Notenbank die Bindung an den Euro auf.

Dreieinhalb Jahre lang galt ein Mindestkurs von 27 Kronen pro Euro, der verhindern sollte, dass tschechische Exporte zu teuer werden  gleichzeitig sollte die Inflation befeuert werden. An den Finanzmärkten sorgte die völlig überraschende Entscheidung für deutliche Reaktionen.

Die Krone legte gegenüber dem Euro zeitweise um 1,4, Prozent zu. Der Dollar verlor zur Krone 1,6 Prozent. Das britische Pfund verlor nach der als „Czexit“ bezeichneten Entscheidung deutlich an Wert gegenüber dem Dollar. Dazu muss man wissen, dass London das viertwichtigste Exportziel der Tschechen ist.

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