TUI steht trotz Türkei-Krise gut da

Der Touristikkonzern TUI hat die Abkehr vieler deutscher Urlauber von der Türkei gut weggesteckt

Der Touristikkonzern TUI hat die Abkehr vieler deutscher Urlauber von der Türkei gut weggesteckt. TUI habe das schwächere Interesse an Reisen in die Türkei schon bei der Planung für das Sommerprogramm 2017 berücksichtigt und dies durch zusätzliche Angebote in anderen Ländern "voll ausgeglichen", erklärte Konzernchef Fritz Joussen am Donnerstag. Erstmals überhaupt machte der Konzern schon im dritten Quartal seines Geschäftsjahrs von April bis Juni einen Gewinn vor Steuern und Sondereinflüssen. "Die TUI ist auf Kurs und kerngesund."

Das operative Ergebnis betrug im dritten Quartal knapp 222 Millionen Euro, fast 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie TUI mitteilte. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern beim Ergebnis mit einem Plus von "mindestens zehn Prozent". Der Umsatz im dritten Quartal bis Ende Juni stieg um 12,6 Prozent auf fast 4,8 Milliarden Euro - im Gesamtjahr soll er um mehr als drei Prozent wachsen.

TUI hatte im Juli seine letzten Anteile an der Reederei Hapag-Lloyd verkauft. "Damit ist die Transformation vom früheren Mischkonzern zum Touristikkonzern abgeschlossen", erklärte Joussen. TUI setzt besonders auf eigene Hotels und Kreuzfahrten und auf die weitere Digitalisierung seiner Angebote. TUI ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Touristikkonzern mit 67.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern. Rund 20 Millionen Menschen verreisen im Jahr mit TUI.

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