Türkische und französische Fans sorgen in Paris für Chaos

Ben Barthmann
Sports Editor

Die Champions-League-Partie zwischen Paris Saint-Germain und Galatasaray wurde von schweren Krawallen im und rund um den Parc des Princes überschattet. Die Polizei musste mehrfach eingreifen.

Die Polizei musste in Paris großflächig eingreifen. (Bild: Getty Images)

Unschöne Szenen haben den klaren 5:0-Sieg von Thomas Tuchels PSG über Galatasaray am Mittwochabend begleitet. Schon lange vor Anpfiff kam es zu Tumulten in der Innenstadt. Türkische Fans trafen auf französische Fans.

Mehrere Videos in den sozialen Medien zeigten Fans in meist schwarzer, neutraler Kleidung, die Stühle und Tische vor den Restaurants verwüsteten und über die Straße warfen. Die Polizei musste mit Tränengas und Schlagstöcken eingreifen, konnte den Tross an Fans allerdings nur bedingt stoppen.

Ein weiteres Video zeigte, wie eine Leuchtrakete von Fans auf Unbeteiligte in einer Fußgängerzone abgefeuert wurde. Dabei wurde laut Le Parisien eine Person am Kopf verletzt. In einer anderen Aufnahme war zu sehen, wie eine größere Gruppe von Fans, mit diversen Gegenständen bewaffnet, eine Straße hinunterstürmte.

Galatasaray-Fans machten auch im Stadion negativ auf sich aufmerksam. (Bild: Getty Images)

Auch im Stadion kam es zu Krawallen

Ein französischer Fan, der offenbar eine türkische Fahne auf offener Straße verbrannt hatte, wurde von Galatasaray-Anhängern dazu gezwungen, sich nackt auszuziehen. Die Polizei konnte einschreiten und den nackten Fan vor Schlägen und Tritten bewahren.

Auch im Stadion kam es schließlich zu unschönen Szenen. Galatasaray-Fans warfen unter anderem Brennmaterial in Richtung des Fußballfelds, was die Polizei veranlasste, vor dem Gästeblock Stellung zu beziehen. Auch nach der Partie kam es wohl zu weiteren Vorfällen.