Turnen: Philipp Herder ist endlich mittendrin statt nur dabei

Bei der Europameisterschaft in Rumänien peilt der Berliner Turner Philipp Herder hohe Ziele an: Er will einen Platz unter den besten Zehn.

Berlin/Cluj.  Sein ganzes Leben hatte Philipp Herder davon geträumt, einmal bei den Olympischen Spielen dabei zu sein. Doch als sich der Traum im vergangenen Jahr erfüllte, da fühlte er sich eher wie ein Alptraum an. Für Rio de Janeiro war der Turner lediglich als Ersatzmann nominiert; er durfte nicht einmal im olympischen Dorf wohnen, stattdessen kam er in einer Wohnanlage für Journalisten unter, 20 Minuten vom Dorf entfernt. Die Trainingsstätten blieben ihm verschlossen. "Es war eine blöde Situation", sagt der 24-Jährige vom SC Berlin. Die Wettkämpfe verfolgte er nur von der Tribüne und musste mit ansehen, wie sich Teamkollege Andreas Toba schwer verletzte. Herder durfte im Finale allerdings nicht für ihn einspringen: Ein Tausch wäre nur vor der Qualifikation möglich gewesen.

Erster internationaler Start im Mehrkampf

Umso mehr freut sich der Sportler aus Weißensee nun auf die Europameisterschaften in Cluj. Dort ist er endlich einmal mittendrin statt nur dabei. Die Titelkämpfe vom 19. bis 23. April in Rumänien sind Herders erster internationaler Start im Mehrkampf. "Ich will ins Finale und dort dann unter die besten Zehn", sagt er, "im Normalfall sollte das möglich sein."

Er hofft zudem am Barren auf das Einzelfinale, allerdings gibt es an diesem Gerät mit dem zweifachen Europameister Marcel Nguyen und Lukas Dauser starke nationale Konkurrenz. Nur maximal zwei deutsche Turner können sich für das Finale qualifizieren.

Beim Sprung und am Reck hat er noch Schwächen

Der Barren ist die Paradediszip...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen