Turnhallen-Freizug: Sportvereine erhalten vom Senat 950.000 Euro als Dankeschön

163 Vereine waren von der Belegung ihrer Turnhallen durch Flüchtlinge betroffen. Nach dem Freizug zeigt sich der Senat großzügig.

Die Sportvereine erhalten 950.000 Euro für die Beeinträchtigungen, die sie durch die Turnhallenbelegung mit Flüchtlingen erlitten haben. Darauf haben sich Sportsenator Andreas Geisel (SPD) und der Präsident des Landessportbundes (LSB), Klaus Böger, verständigt. "Ich möchte mich für die Unannehmlichkeiten der vergangenen eineinhalb Jahre entschuldigen", sagte Geisel. "Die Flüchtlingssituation hat uns vor große Herausforderungen gestellt."

Insgesamt waren 63 der 1050 Berliner Sporthallen in der Vergangenheit mit Flüchtlingen belegt. Sie standen den Schulen und Vereinen damit nicht zur Verfügung. Mittlerweile sind alle wieder frei, müssen aber zum Teil aufwendig saniert werden. Erst sechs Hallen sind derzeit wieder für den Sport nutzbar.

163 Vereine mit mehr als 10.000 Mitgliedern betroffen

Nach Angaben des Landessportbundes waren 163 Vereine, in denen mehr als 10.000 Mitglieder Sport treiben, von der Belegung der Hallen betroffen. Die Vereine erhalten jeweils 1000 Euro pauschal und einen weiteren Betrag je nach Mitgliederzahl und Grad der Beeinträchtigung. "Wir haben alle 163 Vereine angeschrieben und sie aufgefordert, uns das bis zum 5. Mai mitzuteilen", sagte Böger. Danach werde der LSB zusammen mit dem Sportsenat über die Höhe der Entschädigung entscheiden. Sie soll für Vereine, die ihren Sport ausschließlich in einer Sporthalle ausüben, höher ausfallen als für andere. Dazu gehören Handball-, Volleyball-, Tischtennis- und Basketballvereine – außerdem Judo und Karate. Auf die Ve...

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