Tusk sagte als Zeuge in einer Geheimdienstaffäre in Polen aus

Anhänger des EU-Ratspräsidenten Donald Tusk haben den früheren Regierungschef Polens bei seiner Ankunft in Warschau mit Jubel begrüßt. Seine Gegner buhten ihn aus und hielten Schilder hoch, die Tusk in Sträflingskleidung zeigten.

Tusk folgte einer Einladung der Staatsanwaltschaft und sagte als Zeuge in einer Geheimdienstaffäre aus.

Am vergangenen Dienstag erfüllten sich sieben Jahre seit dem Flugzeugabsturz, bei dem der damalige Staatschef Lech Kaczynski ums Leben kam. Dessen Bruder, Jaroslaw Kaczynski, Chef der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit, wirft Tusk moralische Verantwortung für das Unglück vor, bei dem auch weitere 95 Menschen starben.

Tusk war damals Ministerpräsident. Im vergangenen März war Tusk als Präsident des Europäischen Rates mit den Stimmen von 27 Mitgliedsstaaten doch ohne die Unterstützung seines Heimatlandes wiedergewählt worden.

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