TV-Sender strahlt versehentlich Nachruf auf Nelson Mandela aus

Nelson Mandela (94) wird derzeit wegen einer Lungenentzündung behandelt. (Bild: AFP)Bei diesem Anblick blieb vielen Zuschauern wohl für einen Augenblick das Herz stehen: Am Dienstagabend lief auf dem südafrikanischen "Universal Channel" ein Nachruf auf Nelson Mandela. Ein schlimmer Fauxpas seitens des Senders, denn Südafrikas Nationalheld liegt zwar derzeit im Krankenhaus, keinesfalls aber im Sterben.

Vor einer Woche wurde Nelson Mandela mitten in der Nacht ins Krankenhaus transportiert: Der 94-Jährige leidet an einer Lungeninfektion. Das ist das zweite Mal in diesem Monat, dass Mandela in einer Klinik behandelt wird. Der Versehen mit dem Nachruf unterlief dem südafrikanischen TV-Sender "Universal Channel" also zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Eine "technische Panne" – so die Erklärung des Unternehmens – führte dazu, dass am Dienstag die Sendung "In Erinnerung an Mandela" ausgestrahlt wurde.

Viele Zuschauer glaubten offenbar zunächst, dass Nelson Mandela wirklich verstorben sei. Einem wütenden Kommentar auf Twitter ist zu entnehmen, dass in der Sendung wohl sogar 2013 als Todesjahr Mandelas genannt wurde. Ein Sprecher von Präsident Jacob Zuma nannte den Zwischenfall "unglücklich" und "peinlich" für Mandelas Familie.

Das US-Unternehmen NBCUniversal, zu dem "Universal Channel" gehört, bat um Verzeihung für den Patzer. Wie jeder internationale Sender habe man für jeden bedeutenden Staatsmann einen Nachruf in petto, so die offizielle Stellungnahme. NBCUniversal entschuldigte sich „aufrichtig und von Herzen“ bei Nelson Mandelas Familie und den Zuschauern für den Schrecken und das Ärgernis, das durch den Fehler verursacht wurde.

Nelson Mandela befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Bereits am Freitag hatten die Ärzte Entwarnung gegeben. Mandela könne wieder unbeschwert atmen, hieß es später. Nun berichtete Präsidentensprecher Mac Maharaj: "Seine Ärzte sagen, dass er weiter zufriedenstellend auf die Behandlung reagiere." "Die Ärzte sind glücklich" ist die Mitteilung des Präsidentenamtes überschrieben.

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