Tweet über Muslimas vor Unterwäsche-Shop sorgt für Aufregung

Dürfen Muslimas keine Unterwäsche kaufen? (Bild: Getty Images)

Ein Mann sieht zwei verschleierte Frauen, die ein Unterwäschegeschäft verlassen, und macht einen dummen Kommentar darüber. Öffentlich. Auf Twitter. Das Internet bestraft ihn dafür.

Erst denken, dann twittern. Das trifft auf einen kanadischen Reporter namens Michael Kane leider nicht zu. Als er zwei muslimische Frauen au seinem Unterwäsche-Shop in Toronto, Ontario, kommen sah, konnte sein Gehirn das offensichtlich nicht verarbeiten. Also teilte er sein Unbehagen mit der ganzen Welt. Ein fataler Fehler.

 

“Ich bin nur ein Reporter: Hab gerade zwei bescheiden gekleidete Frauen mit religiöser Kopfbedeckung aus einem Victoria’s Secret im Eaton Centre herausgehen sehen“, twitterte der Mann. Dass auch Frauen mit Kopftuch hin und wieder Unterwäsche brauchen, schien ihm ein Rätsel zu sein. Sein Tweet wurde inzwischen zwar gelöscht, doch das Internet vergisst nie.

“Sie gingen dann vermutlich zum Food-Court und haben eine Substanz gegessen, die sich FroYo nennt“, machte sich der Menschenrechtsaktivist Imraan Siddiqi über den “Ungläubigen“ lustig. “Bitte informiert die Behörden“, warf er hinterher.

Andere User fühlten sich eher unwohl, weil der Reporter die Frauen beobachten hatte. “Du scheinst verwirrt zu sein. Muslimische Frauen, die Unterwäsche egal welcher Art tragen – das ist KEINE NEWS. Das beunruhigt niemanden. Das tun nur deine unheimlichen Beobachtungen“, schrieb eine Userin.

Eine Twitter-Nutzerin zerstörte das Weltbild des Reporters vollkommen, als sie ihm offenbarte: “Es gibt 17 Victoria’s Secret im Mittleren Osten. Was für ein ignoranter Typ!”

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen